Die Story zur Entdeckung

1992 entdeckte ich eher zufällig an einem vierlagigen (neuronalen) Pattern-Netzwerk (siehe Bild), daß dieses spiegelverkehrt kartieren (lernen) muss, wenn statt Pattern nadelartige Zeitfunktionen benutzt werden und vorausgesetzt wird, daß diese sehr langsam auf den Leitbahnen fließen.
Die Entdeckung war verwirrend und schockierend zugleich, war doch aus tausenden Papers der neuronalen Netzwerkforschung noch keine spiegelverkehrte Karte bekannt (erst ein Jahr später entdeckte ein Freund die biologienahen Aufsätze von Jeffress und Konishi). Die Einführung physikalischer Parameter (Leitgeschwindigkeit und Zeitfunktion) in das Neurocomputing invertiert das Verhalten eines Pattern-Netzwerks vollständig, eine Vorlage P kartiert plötzlich auf ein spiegelverkehrtes Abbild P'. Sollte hier der Schlüssel für die Enträtselbarkeit des Nervensystems liegen?
Beziehungen zur Optik (eine Linsenabbildung kartiert u.U. ebenfalls spiegelverkehrt) deuteten darüberhinaus auf Identität zwischen Welle und Zeitfunktion hin. Feldtheorie, Systemtheorie und Netzwerktheorie verschmelzen hinter dem Begriff der (diskreten) Interferenz von Zeitfunktionen. Der Begriff der diskreten Welle (als verallgemeinerter Zeitfunktion) entstand. Interferenznetzwerke zeigen sich übertragend als eine Art von FEM-Modellierung (Finite Element Method), deren Granularität über die Applikation (z.B. fein: Feldberechnung, grob: Nerven-Netzwerk) gesteuert werden kann.
Zur Demonstration entstanden seit 1994 akustische Bilder und Filme. Daraus wurde 1997 die akustische Kamera. Sie sollte zunächst nur die Verknüpfung von Hören und Sehen demonstrieren. Aber sie schaffte mehr: weltweit wurde ein kommerzieller Durchbruch in der akustischen Quellenlokalisation erreicht.

 
 
 

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