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Schallbilder eines Nadeldruckers

G. Heinz

Um die Ortsauflösung der Interferenztransformation an kleinen Objekten zu überprüfen, erweist sich ein Nadeldrucker NEC P7+ (24 Nadeln, A3), als geeignetes Testobjekt. Der Druckkopf erzeugt ein hochfrequentes Spektrum, dessen dominanter Wellenlängenbereich etwa in den Bereich der geometrischen Konturen fällt.

a)
b)
c)

Abb.1: Kartierung der Schallemission des Nadeldruckers NEC P7+. Der Drucker druckt das Zeichen 'Q' in Courier 10 cpi auf allen Positionen.
a) Ansicht aus Richtung Mikrofonarray. Ein mittig liegendes, gelbes Kreuz dient als Zuordnungsmarke zwischen akustischem und optischem Bild. Ein Laser im Array gibt einen Strahl vor, der als Referenzmarke (x,y) = (0,0) dient. Diese Stelle wird mit einem Kreuz markiert.
b) Effektivwert des Schalldrucks in dB(C)- Bewertung. Interferenzintegral über einen vollen Fahrtzyklus, bestehend aus Hin- und Rücklauf des Wagens.
c) Film aus b) in das GIF-Format konvertiert. Man erkennt die Richtungsumkehr des Wagens als sehr kurze "Schallexplosion", die auf den Effektivwert in b) offenbar kaum Einfluß hat.

Im Film c) sehen wir den Wagen linksseitig loslaufen. Er fährt nach rechts bis etwa zur Bildmitte (auf dem A3-Drucker wurde ein A4-Format gedruckt). Eine starke Emission zeigt die Bewegungsumkehr an. Die Aufnahme endet mit dem Rücklauf zur Ausgangsposition. Starke, relativ tieffrequente Emissionen bei der linken und rechten Wagenumkehr zeigen sich als große Matschflecken.

Daten: 50 kSps, 16 Kanal-Array in 78 cm Abstand, Interferenzintegrale über den Wagenhinlauf, Bildfrequenz 50 Hz mit Integrationsintervall über je 20 ms (ohne Überlappung).

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Nachtrag

Die Überlagerung der akustischen Bilder erfolgte im Juli 1997 noch mit COREL-Draw. Für den Film c) fehlte wohl die Zeit, dies zu tun. Bei einer Videolänge von nur einer Sekunde waren immerhin 25 Bilder manuell zu überlagern.

Im September 1997 gab es bereits einen Film mit automatischer Überlagerung, aber noch ohne Ton. Einige Zeit später konnte die akustische Bildfolge zusammen mit dem Ton auf ein Foto kartiert werden, dabei entstand die folgende Aufnahme. Leider sind die technischen Daten verschollen. Es ist anzunehmen, daß die Aufnahme von Ende 1997 stammt. Auch zum Drucker gibt es keine Infos mehr. Es könnte sich auch um einen Tintenstrahldrucker handeln.

Man erkennt eine zweigeteilte Schallquelle. Oben entsteht eine Reflektion an der Walze, unten wahrscheinlich am Gehäuseboden.



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file created 18. Juli 1997