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Klimawandel -
Erderwärmung erzeugt Kohlendioxid

Gerd Heinz



Dort, wo heute Permafrostboden ist, wurde bei der norwegischen Besiedlung Grönlands [41] vor 1200 Jahren Getreide angebaut. Unter Alpengletschern kommen Weinkerne aus dieser Zeit zum Vorschein, beim Abschmelzen des Gletschers "Pasterze" [42] tauchte ein uralter Lärchenstamm auf. Immer wieder gab es in der Geschichte Kälte- und Hitzephasen, die unabhängig vom Menschen waren. Auch eine "kleine Eiszeit" [43] zwischen 1640 und 1665 ist durch holländische Maler belegt. Einigkeit besteht darin, daß es auf unserem Planeten Klimawandel schon immer gab. Und daß alle bisherigen Klimaveränderungen nichts mit dem Menschen zu tun hatten. Klimaveränderungen sind die Normalität in der Erdgeschichte. Warum also soll ausgerechnet die jetzige Erwärmung menschengemacht sein? Und warum verschwand die mitelalterliche Warmzeit aus den Klimaarchiven [28]?

Wenn uns heute ein Klimawandel bevorsteht, stellt sich die Frage, wie weit und in welche Richtung dieser Klimawandel geht. Und ob ein Klimawandel eine Katastrophe darstellt.

Auch wäre die Frage der Kosten zu klären. Ein sofortiger Verzicht auf fossile Energien kommt aus ingenieurtechnischer Sicht der Vernichtung aller lebensnotwendigen Technologien gleich, aus sozialer Sicht wäre es die Vernichtung der menschlichen Zivilisation schlechthin. Die wenigen Überlebenden würden in einer Art Steinzeit neu beginnen.

Ich frage mich daher, ob es sachdienlich wäre, wenn Ingenieure und Naturwissenschaftler statt Journalisten, Gesellschaftswissenschaftler, Politiker oder Kinder die Diskussion um Wege aus oder in einen möglichen Klimawandel führen würden.

Inhalt

Motivation

Im Jahr 1960 beherbergte die Erde drei Milliarden Menschen. Genau 40 Jahre später, im Jahr 2000 waren es sechs Milliarden [11]. Die Einwohnerzahl der Erde verdoppelte sich in nur 40 Jahren. In der Geschichte der Menschheit war dies der bislang kürzeste Zeitraum einer Verdopplung der Population! Schlimmer noch: Die Einwohnerzahl der Erde steigt exponentiell an, das Wachstum beschleunigt sich noch: Die nächste Verdopplung können wir zwischen 2030 und 2035 erwarten. Medizinischer und technischer Fortschritt, auch in der Landwirtschaft, in Verbindung mit archaischen Lebensgewohnheiten in betroffenen Ländern oder Erdteilen machen dies möglich.

Da anzunehmen ist, daß jeder neue Erdenbürger ganz grob soviele Treibhausgase (als Abgase) erzeugt, wie alle anderen, und er auch Ressourcen, wie Energie oder Acker- und Weideland braucht, wie jeder bisherige, vervielfachten sich wohl auch die Belastungen der Umwelt mit Treibhausgasen etwa proportional mit der Bevölkerung. Kann man vielleicht annehmen, daß die Erderwärmung grob mit der Anzahl der Menschen proportional steigt? Welche Effekte lassen sich nachrechnen, welche bleiben unbekannt? Welche Effekte dominieren, welche sind unbedeutend für einen möglicherweise tatsächlich stattfindenden Klimawandel? Wärmen uns sogenannte Treibhausgase, wie Wasserdampf oder Kohlendioxid, oder kühlt Wasserdampf in Wolkenform die Erde ab, weil die Einstrahlung der Sonne, wie die Rückstrahlung ins All verhindert wird? Gibt es rechnerische Ansätze, die zweifelsfrei sind?

Merkwürdigerweise blieb die Population der Industrienationen in Mitteleuropa oder Nordamerika in den letzten hundert Jahren etwa konstant. Dennoch erwärmt sich die Erde scheinbar weiter. Ausgerechnet Kohlendioxid der Industrienationen soll für den von einigen Forschern beobachteten Klimawandel die Ursache sein?

Wenn wir an Produkte in Afrika denken (Schienenfahrzeuge, LKW, PKW, Fernseher, Asphalt, Beton, Stahl, Plastikartikel, Wasserversorgung, Smartphones und Netze, E-Versorgung, Infrastruktur), dann produzieren Industrieländer inzwischen einen großen Teil des Wohlstands der Erde. Dazu erzeugen sie auch etwas mehr Kohlendioxid.

Wir wollen der Sache auf den Grund gehen und nach quantitativen Belegen suchen, die Ursachen des Klimawandels besser verifizieren können.

Treibhausgase

Daß Kohlendioxid (CO2) und Erderwärmung irgendwie in Verbindung stehen, gilt als anerkannt. Abb.1 spricht dafür.

Absorptionsspektren von Wasser und Kohlendioxid

    Abb.1: Absorptionsspektren von Wasserdampf, Kohlendioxid und Sauerstoff im Vergleich. Wasserdampf, wie Kohlendioxid weisen im Bereich der Wellenlänge zwischen 1 µm und 15 µm (microns) hohe Absorption auf. Die Idee dahinter: Hereinkommende, wie refektierte, "kalte" Wärmestrahlung bis zu 255 Grad Kelvin (-18°C) wird von der Atmosphäre absorbiert, die Erde kühlt nicht so stark ab. Als Referenz ist die Temperatur eines schwarzen Strahlers nach dem Wienschen Verschiebungssatz angegeben. Bei typischen Bodentemperaturen bewegen wir uns bei der Rückstrahlung im Spektralbereich zwischen 8µm (89°C) und 13µm (-50°C). Bild modifiziert nach [1]

Merkwürdig allerdings ist, daß unkondensierter Wasserdampf im Bereich zwischen 5780 K und 255K die Rückstrahlung ins All noch viel aktiver behindert, als Kohledioxid, siehe Abb.2. In kondensierter Form blocktiert Wasserdampf das Infrarot-Spektrum vermutlich vollständig. Bekannte Klimamodelle geben darauf kaum Antwort. Als Besonderheit von Wasser ist dessen verschiedenartige Absorption für verschiedene, relative Luftfeuchtigkeiten zu erkennen. Oberhalb des Taupunktes ist Wasser als Dunst transparent, wie es Abb.1 zeigt. Unterhalb des Taupunktes (bei über 100% relativer Luftfeuchte) kondensiert es zu Wasserdampf, der wahrscheinlich auf allen Wellenlängen absorbiert, und keinerlei Strahlung durchläßt.

In Relation zum Kohlendioxid ist in der Atmosphäre viel mehr Wasser vorhanden: Man sollte sich deshalb lieber mit Wasser beschäftigen, als mit Kohlendioxid, Abb.2? Da wir alle wissen, daß Wasser (-dampf, -dunst) seit Urzeiten in Milliarden Tonnen über unseren Köpfen hängt (Wolken), wäre Wasser für Klimaforscher wohl eher ein ungeeigneter Gegenstand, um Fördermittel zu aquirieren? Wir wissen es nicht.

Spektrale Absorption der Atmosphäre

    Abb.2: Sonnenpektrum in verschiedener Höhe gemessen. Gelb: In der Hochatmosphäre; Schwarz: idealisierte Schwarzkörper-Strahlung der Sonne; Rot: Spektrum gemessen auf Meereshöhe, Quelle [27]. Die Lücken im Spektrum auf Meereshöhe zeigen spektrale Absorptionen der Atmosphäre insbesondere durch Wasser an. Das Bild zeigt vorrangig die Blockade der Sonneneinstrahlung: Schwarzer Strahler: 250 nm ~ 11318°C bis 2500 nm ~ 886°C.

Abb.1 und 2 scheinen zu zeigen, daß Wasserdunst (H2O) wie Kohlendioxid (CO2) die Sonnenstrahlung hereinlassen, aber die langwelligere Wärmestrahlung der Erde nicht hinaus (die Emissionskurven eines schwarzen Strahlers vom Typ Erde sind sehr flach, der Wiensche Verschiebungssatz kennzeichnet nur die Maxima). Aber einerseits ist viel mehr Wasser als Kohlendioxid in der Atmosphäre vorhanden und andererseits sind die Kurven von Wasser und Kohlendioxid im interessierenden Infrarotbereich recht ähnlich. Folglich trägt Wasser oberhalb des Taupunkts erheblich stärker als Kohlendioxid zu Erderwärmung bei. Unterhalb des Taupunkts kondensiert es und kühlt die Erde als Wolke tagsüber ab, nächtlich aber wirken Wolken isolierend auf Abstrahlung, die Abstrahlung ins All wird von Wolken zu 80% zurück zur Erde reflektiert. [20] gibt eine Lehrmeinung dazu wieder (leider ohne Quellenangabe):

    "Den größten Anteil am Treibhauseffekt, nämlich von etwa 66 Prozent oder 22°C hat aber der Wasserdampf, der somit das effektivste aller Treibhausgase darstellt. Das natürlich in der Atmosphäre befindliche Kohlendioxid steuert dagegen etwa 15 Prozent bei, was einem Temperaturanteil von etwa 5°C entspricht."

Wobei sicher vergessen wird, daß kondensierender Wasserdampf (Wolken) überhaupt keine Strahlung durchläßt.

Kohlendioxid verursacht Erderwärmung?

Einer Religion gleich wurde im Kontext politischer Interessengruppen eine spezielle Ursachen - Wirkungsrichtung verbreitet: Verknappt lautet die These: "CO2 verursacht Erderwärmung". Wie Kohlendioxid in die Hochatmosphäre kommt, ist weitgehend unklar. Das es dreimal schwerer als Luft ist, weiß jeder, der schon einmal ein Konzert mit Trockeneis-Nebelmaschine besuchte, der in ein Bergwerk einfuhr oder der schon einmal ein Strohfeuer auf einem Feld beobachtet hat. Der Rauch und mit ihm das Kohlendioxid sinken relativ schnell nach unten. Kohlendioxid wird sofort am feuchten Boden resorbiert.

Einen Vergleich des Wachstums der Kohlendioxidkonzentration und der Sonneneinstrahlung mit der Variation des Meeresspiegels untersuchte Nir Shaviv 2008 [14], [15]. Er untersuchte die kleinen, zyklischen Änderungen der Sonneneinstrahlung die z.B. unter dem Begriff "El-Niño" bekannt sein mögen. Dabei stellte er fest, daß es außerhalb dieses Zyklus keine Erderwärmung gibt. Seine Erkenntnisse stehen dabei in Widerspruch zu Dokumenten der United Nations IPCC in Genf [0].

Andererseits weist Rudolf Kipp [28] darauf hin, daß es eine mittelalterliche Warmzeit gab, die viel gewaltiger ausfiel, als unsere jetzige Episode. Deren Reste können wir in Form von Samen im Permafrostboden Grönlands oder anderer Nordländer, aber auch in alpinen Hochlagen unter Alpengletschern finden. Heute noch erinnern die Wikinger-Sagen an das Ende dieser Warmzeit. Auch nennt Kipp Personen und Umstände, die diese Warmzeit vor zwanzig Jahren aus dem Fundus der Klimaforschung tilgten.

Noch mysteriöser wird es, wenn wir uns an ein Experiment von Robert Wood aus dem Jahre 1909 erinnern. Wood untersuchte, ob es in der Athmosphäre überhaupt einen Treibhauseffekt geben kann. Nassif Nahle [32] wiederholte dieses Experiment mit identischem Ergebnis 2011. Danach existiert in der Atmosphäre überhaupt kein Treibhauseffekt, Nahle schreibt:

    "The results of this stage of the experiment show that the greenhouse effect by longwave infrared radiation trapped by the atmosphere, inside or outside the boxes, is inexistent. Such phenomenon is not physical and, consequently, the hypothesis of the greenhouse effect caused by longwave infrared radiation trapped in the atmosphere is false."

Beschäftigen wir uns mit der Kernthese der so genannten CO2 -gemachten Erdwerwärmung, der Rückstrahlung der Erde im tiefen Infrarot von 8 bis 13 µm, Abb.1, dann ist eine einzige Frage relevant. Welcher Weglänge entspricht eine hundertprozentige Absorption? Heinz Hug [34] rechnete 1998 die Extinktion (Absorption) von CO2 nach. Er kam zu einem interessanten Ergebnis. Bei 357 ppm CO2 (damaliger Wert) und einer Schichtdicke der Luftsäule von nur 10 m (zehn Metern) ergibt sich bereits eine Absorption von 99,94% (Lichtenergie wird nicht mehr durchgelassen). Bei halber CO2 -Konzentration (178 ppm) - Wert vor 1970 - würden also bereits 20 Höhenmeter die Rückstrahlung etwa zu 99,94% blockieren! Anders herum ausgedrückt: Wir können noch soviel CO2 in die Atmosphere blasen: Die Atmosphere läßt die Rückstrahlung auf 15 µm auch bei noch viel geringeren CO2 -Konzentrationen nicht durch. Ein "Treibhauseffekt" in dieser trivialen Form existiert damit nur in den Dimensionen eines Treibhauses, nicht aber in der viel höheren Atmosphere.

Die Frage ist: Wer hat Recht? Wer handelt in eigenem Interesse und wem kann man trauen? Zu genau wissen wir, daß Wissenschaftler das vom Zuwendungsgeber erwünschte Ergebnis zu erbringen haben. Nur wenige besitzen die Kraft, sich der Forderung eines Auftraggebers zu widersetzen. Ist es legitim, in einer Zeit ohne Moral auf Mutmaßungen zu setzen? Können wir Klima wirklich verifizieren? Testfälle existieren nicht, Klimamodelle bleiben hypothetisch. Ob sie stimmen, weiß kein Mensch. Über deren Aussagen läßt sich trefflich streiten. Sie werden zum Glaubensbekenntnis oder zur Fiktion. Mit Wissen hat das nichts zu tun.

So, wie die Kirche einst den Ablaßhandel mit dem Verweis auf drohende, ewige Verdammnis organisierte, organisieren politische Parteien heute das Wahlverhalten, indem man eine Verdammnis erfindet, deren Abwendung nur die eigene Partei gewachsen ist: Kohlendioxid.

Gesellschaften aber, die Fiktionen hinterherliefen, waren stets zum Untergang verurteilt. Lassen Sie uns deshalb die Spreu vom Weizen trennen und die Fakten zusammentragen, die nachrechenbar und frei von Fiktion sind.

Der isländische Vulkanausbruch

Was wir tatsächlich über CO2 und Erderwärmung wissen, läßt die Schlußfolgerung "CO2 verursacht Erderwärmung" nicht zweifelsfrei zu. Von einer Kombination aus CO2, SO2, H2O und Staub (Vulkanasche) wissen wir durch die französische Revolution, daß ein isländischer Vulkanausbruch (Laki-Krater, 1783) in Westeuropa großflächig keine Erderwärmung verursachte. Im Sommer schneite es, die Ernten fielen aus. Eine Revolte des Hungers in Frankreich folgte - die französische Revolution brach an. Die "Klimakiller" Kohlendioxid und Schwefeldioxid brachten in Kombination mit Staub und Wasserdampf eine langjährige Abkühlung über Europa. Das läßt sich in Kirchenarchiven über diese Zeit nachlesen.

Vorausgegangen war starkes Bevölkerungswachstum [11]. Verursacht durch technologischen Fortschritt auf allen Ebenen sank die Kindersterblichkeit, die durchschnittliche Lebenserwartung stieg. Nach dem Vulkanausbruch mußten die Menschen von einem rapide schrumpfenden Landwirtschaftsertrag ernährt werden. Plötzlich wurde die Nahrung knapp. Frankreich war vom isländischen Vulkanausbruch besonders hart betroffen. Eine Revolte des Hungers folgte. Demagogen setzten sich an deren Spitze. Durch den Ruf nach "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" entstand zwar kein Brot, aber Menschen guillotinierten sich gegenseitig. Die Zahl der Hungernden nahm ab. Napoleon zeigte den restlichen, hungernden Bauern den Weg zur Nahrungsbeschaffung: Man begann, andere Länder zu plündern.

Schwankende Sonnenaktivität

Auch ist eine Wirkungskette bekannt, die eine andere Sicht auf Erderwärmung ermöglicht. Nehmen wir an, die Sonnenfleckenbeobachtungen seit Kopernikus sind richtig. Seit Mitte des 20ten Jahrhunderts beobachten Astronomen eine durchschnittlich doppelt so hohe Sonnenaktivität wie vordem. Die Verhältnisse gleichen denen der letzten Warmzeit vor 8000 Jahren [2]. Astronomen nehmen an, daß die Variation der Sonneneinstrahlung bei bis zu 5 Prozent liegen kann. Deren Wirkung ist im Verhältnis zu allen menschengemachten Emissionen gigantisch, eine plus 5%-Variation bringt die 1500-fache Wärmemenge des Weltenergieverbrauchs herein, nachgerechnet im Anh.7.

Nehmen wir weiter an, höhere Sonnenaktivität hat auch höhere Einstrahlung zur Folge.

Nehmen wir drittens an, in Warmzeiten trocknen große Gebiete aus.

Vom Vergleich sonniger, trockener Sommer und nasser, feuchter Sommer wissen wir, daß ein feuchter Sommer mit sattgrünen Fluren das CO2 besser abbaut. Kohlenstoff wird in die Erde eingelagert, schwarze Erde entsteht. Vertrocknete Flächen tragen überhaupt nicht zum CO2-Abbau bei - im Gegenteil, sie produzieren CO2, die Schwarzerde verschwindet, Sand bleibt übrig.

Auch gibt es in Warmzeiten weniger Pflanzenmasse, die CO2 zu Sauerstoff wandeln kann. Folglich beobachten wir (auch) in jeder (sonnengemachten) Warmzeit zwangsläufig einen Anstieg der CO2-Konzentration. Die Wirkungskette hier lautet aber entgegengesetzt "Erderwärmung erzeugt zwangsläufig einen Kohlendioxid-Anstieg". Dieser Nachlauf der Kohlendioxid-Konzentration wurde von verschiedenen Klimaforschern (z.B. Prof. Kirstein) in früheren Warmzeiten nachgewiesen.

Im Gegensatz zur Wirkungskette "menschengemachtes CO2 bringt Erderwärmung" ist die Wirkungsrichtung "Erderwärmung erhöht die CO2-Konzentration" wohl kaum anfechtbar. Wenn wir also eine erhöhte CO2-Konzentration messen, ist dies auf jeden Fall eine Folge von Erderwärmung.

Würden wir hier postulieren, daß Kohlendioxid auch die Ursache für Erderwärmung sein kann, dann hätten wir es technisch betrachtet mit einem schwingungsfähigen System zu tun, dessen Selbsterregungsbedingung anhand der Periodendauer geprüft werden könnte. Leider aber scheint genau diese Periodizität zu fehlen, sodaß wir kein selbsterregtes System vor uns haben. Damit ist entweder die These richtig, daß Kohlendioxid Erderwärmung produziert, oder es ist richtig, daß Erderwärmung Kohlendioxid produziert. Beides zusammen geht nicht ohne Selbsterregung!

Energieverbrauch der Menschheit

Ohne fossile Energien müßte die Menschheit mit 13% (dreizehn Prozent!) der derzeit verfügbaren Energie auskommen [38]. Fatalerweise hängen alle überlebensnotwendigen Industrien der Zivilisation (Stahl, Beton, Schwerchemie, Verkehr, Landwirtschaft) nahezu ausschließlich an den einzusparenden 87%, an den fossilen Energieträgern. So gibt es keine Traktoren, die elektrisch fahren. Schiffsantriebe brauchen Diesel oder Schweröl. Flugzeuge fliegen mit Kerosin. Gütertransport erfolgt mit dieselbetriebenen LKW. Stahl- und Betonherstellung benötigt Kohle. Asphalt entsteht aus den Resten der Erdölverarbeitung usw.. Einzig die Aluminiumherstellung benötigt Unmengen an elektrischem Strom, der auch aus anderen Quellen stammen könnte.

Kohlenstoffverbrauch Welt

Abb.3: Kohlenstoffverbrauch der Welt. Quelle: [38]

Eine sofortige Einsparung der fossilen Energien bedeutet derzeit also nichts weniger, als den Verzicht auf unsere Zivilisation und den Verzicht auf Nahrung, Heizung und Überleben! Dies scheint Protagonisten der "Energiewende" oft nicht klar zu sein.

Deutsche Jugendliche wachsen heute im Überfluß auf. Wirkliche Armut, Hunger und Kälte haben sie noch nicht kennengelernt. Sie können nicht wissen, daß die Infrastruktur, die sie täglich nutzen, zu 87% auf Kohle, Erdöl und Erdgas basiert. Entsprechend vehement fordern sie den sofortigen Abbruch der Förderung und Ausbeutung fossiler Energieträger.

Die Problematik indes ist komplex und nahezu unauflösbar. Zitat Wikipedia [33], 06/2019:

    "Die globale Energienachfrage nahm 2017 um 2,1% zu. Der Anstieg war mehr als doppelt so hoch wie im Schnitt der vergangenen Jahre. Er wurde laut IEA zu mehr als 70% von Öl, Erdgas und Kohle gedeckt, der Rest nahezu von erneuerbaren Energien. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien kletterte um 6,3% dank der Ausbreitung von Wind-, Solar- und Wasserkraft.

    2014 lag der gesamte weltweite Verbrauch von Primärenergie bei 13.699 Megatonnen Öleinheiten (entsprechend 159.319 TWh). Darunter befand sich eine Stromerzeugung von 21.963 TWh. Bei der Nutzung dieser Energie wurden ca. 32,4 Mrd. Tonnen Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Der Marktwert der weltweiten verbrauchten Energie betrug im Jahr 2015 ca. 9,1 Billionen US-Dollar.

    Insgesamt stieg der Energieverbrauch von 24.500 TWh im Jahr 1950 auf rund 131.400 TWh im Jahr 2010; dabei verdoppelte sich der Pro-Kopf-Energieverbrauch. Bei gleicher Wachstumsrate des Pro-Kopf-Energieverbrauches und einem Anstieg der Weltbevölkerung auf über 9 Mrd. Menschen würde sich bis 2050 ein Energieverbrauch von über 350.400 TWh ergeben. Um diesen Energiebedarf zu decken, wären zusätzlich zum 2010 vorhandenen Energieverbrauch das Leistungsäquivalent von etwa 48.000 fossile Kraftwerke mit je 500 MW, 24.000 Kernkraftwerken mit je 1000 MW oder 150.000 km² Photovoltaikanlagen notwendig. Aus diesen Daten wird die Notwendigkeit von Energieeinsparungen gerade in den wohlhabenden Staaten der Erde abgeleitet."

Sehen wir genauer hin, dann stagniert der Energieverbrauch der zivilisierten Länder nahezu, während der Bedarf in Entwicklungsländern explodiert.

Kohlendioxid

Aus [29] geht hervor, daß der CO2-Anteil in der Erdatmosphäre von ca. 280 parts per million (ppm, Teile pro Million) zu Beginn der Industrialisierung auf ca. 400 ppm im Jahr 2015 gestiegen ist. Um herauszufinden, ob diese Erhöhung durch Verbrennung von Ergas, Erdöl oder Kohle entsteht, oder ob sie durch Ausfall von Grüngebieten (Verwüstungsprozesse) nahe dem Aquator entsteht, ist nachzurechnen, wie viel davon menschengemacht ist.

Berechnen wir die tatsächliche Menge von Kohlendioxid in der Atmosphäre nach Anh.3, erleben wir eine Überraschung: Bei 4,1 Gt (Gigatonnen ~ Milliarden Tonnen) in der Atmosphäre vorhandenem Kohlendioxid [8] und rund 35,7 Gt menschlich erzeugtem, fossilen Kohlendioxid pro Jahr erzeugen wir Menschen pro Jahr 8,7-mal soviel Kohlendioxid, wie sich in der Atmosphere befindet. (35,7 Gt / 4,1 Gt = 8,7; Vorsicht: Im WWW kursieren dazu leider falsche Zahlen). Mit anderen Worten füllen wir die Atmosphäre alle 42 Tage neu mit Kohlendioxid auf!

Sofort tut sich eine Frage auf: Wie kann es sein, daß sich nur so wenig Kohlendioxid in der Atmosphäre befindet? Offenbar gibt es dafür nur eine einzige Erklärung: Es wird durch einen vielfach stärkeren, natürlichen Kohlendioxidzyklus sofort wieder abgebaut, Anh.3. Horrorszenarien sind also unangebracht.

Die komplexe Rolle des viel stärkeren "Klimakillers Luftfeuchte" (H2O) nach Abb.1 scheint dabei noch unverstanden.

Man nimmt an, daß weltweit etwa 862 Gt Kohlenstoff in Wäldern gebunden sind [5], dem entsprechen 3,16 Tt (Teratonnen) Kohlendioxid. In Anh.3 wird geschätzt, daß 133 Tt (Teratonnen) Kohlendioxid im Ozean gelöst vorliegen. Zusammen binden Wälder und Ozeane damit (3,16 Tt + 133 Tt =) 136,16 Tt (Teratonnen) Kohlendioxid.

Im Vergleich zum Kohlendioxid in Wäldern und Ozeanen produziert der Mensch jährlich 35,7 Gt Kohlendioxid, das ist ein Faktor von (136,16 Tt / 35,7 Gt =) 3814, d.h. in Ozeanen und Wäldern sind etwa 3800-mal mehr Kohlendioxid, als vom Menschen pro Jahr fossil gefördert und verbrannt wird, gebunden. Zu anderen Speichern (Moore, Felder, Schnee- und Eiswüsten, Tundra, Taiga etc.) sind keine Zahlen bekannt, man sollte davon ausgehen, daß hier noch einiges hinzukommt. Ist es realistisch anzunehmen, daß dieses 3800-stel unser Weltklima verändert? (Leider liegen keine belastbaren Zahlen zum natürlichen Kohlendioxidumsatz vor.)

Um uns eine bildliche Vorstellung davon machen zu können, wieviel Kohlendioxid die Menschheit derzeit produziert, wurde in Anh.6 die Höhe einer menschengemachten Kohlendioxidschicht nachgerechnet. Danach produziert die Menschheit jährlich eine Kohledioxidschicht rund um den Globus, die zwei Zentimeter (!) dick ist, oder die rund ein Fünfhunderdtausendstel der Erdatmosphäre dick ist. Der darin enthaltene Kohlenstoff würde eine 4,7 Mikrometer dicke Schicht rund um die Erde ergeben. Dies ist sehr wenig im Verhältnis zur Tiefe der Ozeane.

Wüsten und Desertifikation

Betrachten wir andere Ursachen, mit der die Erde stärker erwärmt werden kann, so ist nicht nur eine veränderte Sonnenfleckenaktivität zu registrieren.

Der permanente Abbau von Regenwald, die Ausdehnung der Großstädte, wie auch Überweidung sowie fortschreitende Versiegelung von Flächen durch Dächer, Straßen und Industrieanlagen (auch durch Solarzellen) tragen als Desertifikation dazu bei [10].

Wüstengebiete, wie auch Regenwälder erzeugen ihr jeweils eigenes Mikroklima. Blauer Wüstenhimmel läßt viel mehr Wärme herein, als wolkenbehangener Himmel über Regenwäldern. Nach den Berechnungen im Anh.1 bringt eine wolkenlose Sahara gegenüber einer bewölkten eine zusätzliche Wärmemenge ein, die dem 145-fachen (in Worten: einhundertfünzundvierzig) derzeitigen Weltenergieverbrauch der Menschheit entspricht.

Alle trocken-warmen Wüsten und Halbwüsten zusammen bringen knapp das fünfhundertfache der Welt-Energieproduktion der Menschheit ein, siehe Anh.8. Nicht zuletzt trägt die Wüste selbst wiederum zur Ausdehnung der Wüste bei.

Da landwirtschaftlich nutzbare Flächen der Erde begrenzt sind, die Bevölkerung hingegen immer schneller wächst, werden Wälder gerodet. Menschengemachte Ursachen für steigende Erderwärmung sind in der darauf folgenden Verwüstung ständig wachsender Gebiete (inbes. nahe dem Äquator) zu finden, siehe Anh.1.

Durch Desertifikation [10] infolge von Rodung, Überweidung und Verstädterung werden pro Jahr weltweit zwölf Millionen Hektar Land in Wüste umgewandelt (das ist die Ackerfläche Deutschlands). Diese alljährlich hinzukommende desertifizierte Fläche verursacht einen Wärmeeintrag etwa vom doppelten Weltenergieverbrauch der Menschheit siehe Anh.1. Alle 75 Jahre entsteht damit eine weitere Sahara, die wiederum das 145-fache des Jahres-Weltenergieverbrauchs einträgt.

Ein weiterer Effekt kommt hinzu. Die Umwandlung der Schwarzerde des vormaligen Waldbodens in Wüste setzt dabei pro Jahr bis zu 14-mal soviel Kohlendioxid frei, wie durch die Verbrennung von fossilem Kohlenstoff durch die Menschheit erzeugt wird, siehe Anh.1.

Würden wir jegliche Kohle-, Erdöl- und Erdgasförderung sofort einstellen, so würden wir nur (1/14 = 0,0714) sieben Prozent Kohlendioxid einsparen können! Man muß sich ernsthaft fragen, ob dies die Zerstörung unserer Zivilisation weltweit wert ist, zumal die sozialen Folgen einer Energiewende erst die eigentliche Katastrophe bewirken würden: Den kompletten Untergang der Zivilisation der Menschheit, so, wie wir sie kennen.

Bevölkerungsentwicklung

Zitat [45]:

    "Von 1990 bis 2008 stieg der Energiebedarf pro Kopf um 10 %, während die Weltbevölkerung um 27 % wuchs. Der Weltenergiebedarf stieg um 39 %."

Nun verdoppelte sich die Weltbevölkerung im Durchschnitt wieder einmal. Führend sind Städte wie Teheran oder Casa Blanca, dort verhundertfachte sich die Einwohnerzahl in den letzten einhundert Jahren. Die Muster sind überall gleich: Ein Dorf braucht Brennholz, Weideflächen und Ackerland. Man rodet den Wald. Durch Überweidung bzw. Übernutzung vertrocknen die Flächen, Landwirtschaft ist nicht mehr möglich: das Terrain verwüstet. Gleichzeitig wird aus dem Dorf eine betonierte Großstadt. Hierfür sind im nahen Osten tausende Beispiele zu entdecken, sie reichen von Syrien bis Afghanistan, von Marroko bis Jemen. Nahezu alle äquatorialnahen Großstädte waren vor zweihundert Jahren Dörfer oder Nomadensiedlungen.

Bevölkerungsexplosion

Abb.4: Die Weltbevölkerung verdoppelt sich in immer kürzeren Zeiten. Datenquelle: [35]

Die Ursache von Desertifikation [10] ist offenbar in Bevölkerungsexplosion [11] zu erkennen. Während die Bevölkerung exponentiell wächst, wächst die landwirtsche Nutzfläche nicht mit. Raubbau an allen natürlichen Ressourcen ist die Folge. Man spricht von der "Tragik der Allmende" [26].

Damit wird die Wirkungsrichtung menschengemachter Erwärmung transparent. Verknappt lautet sie: Bevölkerungsexplosion verursacht einerseits proportional zunehmenden Energiehunger, andererseits aber auch Desertifikation riesiger Areale. In Folge nehmen unabhängig voneinander die Erderwärmung und die CO2-Konzentration direkt zu, siehe Anh.1. Durch Desertifikation in einem Maße, das die Kohlendioxid-Belastung aus fossilen Brennstoffen vernachlässigbar erscheinen läßt.

In dem Maße, wie Desertifikation ungeheure Mengen an Kohlendioxid freisetzt, würde Begrünung diese freigesetzten Mengen wieder binden.

Was also ist zu tun gegen Erderwärmung? Will jemand ernsthaft Erderwärmung vermindern, dann ist die Bevölkerungsexplosion zu verhindern, zum Beispiel durch zu entwickelnde Förderprogramme für Empfängnisverhütung in Afrika, Nahost, Asien (insbes. Indien, Pakistan) sowie Lateinamerika, [11] .

Und es wird Zeit, die intellektuellen Ressourcen der Menschheit für die Begrünung verwüsteter Gebiete zu mobilisieren. Dazu können wir auch Großstädte rechnen! Hausdächer lassen sich begrünen, Wände können begrünt werden. Sollte sich die Erde wirklich erwärmen, wäre dies sinnvoll.

Elektro-Mobilität

Elektromobilität wird uns von grünen Politikern als "emissionsfrei" verkauft. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist paradox: E-Autos erzeugen mehr Kohlendioxid, als moderne Verbrenner. Da Windkraft und Solarenergie nur unstetig zur Verfügung stehen, gehen Planungen [12], [13], [18], [36] auch für die Zukunft von einem Energiemix mit mindestens 50% Braunkohlenstrom aus.

Der Wirkungsgrad eines E-Autos wurde in Anh.4 grob nachgerechnet. Er ist bei einer 50% Ladung mit fossilem Strom viel geringer, als der eines modernen Diesels. Das heißt, ein fossil geladenes E-Auto erzeugt bei gleicher Leistung doppelt bis 10-fach soviel Kohlendioxid wie ein Diesel. Im selben Maße explodieren die Kosten pro Kilowattstunde.

Akkubetriebene Fahrzeuge haben dabei ein besonderes Problem: die Akkukapazitäten sind klein bei vergleichsweise extrem hohem Gewicht und einer verheerenden Umweltbilanz der Akkumulatoren in Bezug auf Cobalt und Lithium [25], siehe Anh.10.

Denkt man an den Straßenverkehr, so ist nicht die CO2-Emission von Autos, sondern insbesondere deren Energieverbrauch zu minimieren und deren Wirkungsgrad zu erhöhen. Das ist etwas anderes. Wir haben nicht Kohledioxid zu minimieren, sondern den Energieverbrauch! Wir brauchen das ultraleichte Ein-Liter-Auto von Ferdinand Piech mit einem Motor, der den höchsten Wirkungsgrad und den geringsten Verbrauch aufweist. Genau daran arbeiteten Ingenieure sehr erfolgreich bei der Entwicklung neuer Dieselmotoren - bis sie von der Euro6-Bürokratie des Platzes verwiesen wurden.

Was Ingenieure an Euro6 stört? Euro6 hatte mindestens fünf Zusatzkomponenten zur Folge. Wenn man den Aufwand für ein Fahrzeug beliebig erhöht, verringert sich zwangsläufig die Zuverlässigkeit, zwangsläufig erhöhen sich Preis und Gewicht, Materialverbrauch, Fertigungskosten, Kohlendioxidverbrauch und Treibstoffverbrauch steigen. Ökologie wird damit zum Fremdwort. Statt früherer 700 Kilogramm wiegen die meistgekauften SUVs heute um die 2000 kg. Euro6 hat das Maß des Relativen gesprengt. Eine ideale Technik wird nie existieren. Ingenieure sind Genies der intuitiven, multidimensionalen Optimierung. Wenn sie denn nicht mit sinnlosen Entwicklungsvorgaben bestraft werden. Es ist nicht möglich, einen einzigen Parameter aus hunderten hervorzuzerren und in EU-Gesetze zu gießen. Das macht unsere Autoindustrie kaputt. Daß wie immer die Kalifornier vorausgingen, entschuldigt niemanden.

Man darf jedoch nicht übersehen, daß Verbrennungsmotoren insbesondere im Stadtverkehr einen Nachteil haben: Beim Bremsen wird die Bewegungsenergie des Fahrzeugs in Wärme und Bremsstaub umgewandelt. Um auch die Bremsenergie nutzen zu können, ist ein Generator erforderlich (das kann eine vergrößerte Lichtmaschine sein), der eine Rückspeisung in den Autoakku ermöglicht. Dieser Akku kann klein sein, denn er hat maximal die Energiemenge beim Abbremsen von maximaler Geschwindigkeit auf Null aufzunehmen. Mit dem Konzept eines minimalen Hybridantriebs kann der Wirkungsgrad maximiert werden. Gleichzeitig wird Bremsstaub reduziert. Wird der Akku etwas größer, sind emissionsfreie Stadtfahrten möglich.

Elektrische Speicherung

Elektroenergie, die in Solarzellen im Sommer mittags entsteht, wird in einer kalten Winternacht gebraucht. Basierend auf Solarzellen wäre der deutsche Winterverbrauch im Sommer mittags zu speichern. Das Problem dabei: Es wären Milliarden Gigawattstunden zu speichern. Dafür existieren keine Lösungsansatze. Leider setzt uns die Physik bei der Speicherung enge Grenzen. Petawattstunden lassen sich rein elektrisch nicht speichern.

Riesige Pumpspeicherwerke oder alternative Energiespeicher [25] schaffen allenfalls ein paar dutzend Gigawattstunden, um den Tag-Nacht-Ausgleich besser zu bewältigen. So betrug das maximale Speichervermögen aller deutschen Pumspeicherwerke in 2005 rund 38 GWh (Gigawattstunden) [19]. Bei einem deutschen Primärenergieverbrauch von 3,776 Mrd. kWh (3,776 Gigawattstunden) [31]. ließe sich Deutschland mit gespeicherter Energie maximal zehn Tage lang versorgen.

Im Vergleich zum durchschnittlichen, permanenten Leistungsverbrauch der Menschheit von 16,5 TW ist dies wenig. 434-mal alle deutschen Pumpspeicherwerke zusammengenommen würden ausreichen, um die Welt eine Stunde lang mit Elektroenergie zu versorgen. Ein Tropfen auf den heißen Stein! Reserven für den Winter können damit in keiner Weise gebildet werden. Es existiert nicht die Spur einer Technologie, dieses notwendige Speichervermögen mit einem noch so utopischen Speicherkonzept bezahlbar zu erreichen.

Auch werden unsere Nachbarländer irgendwann gern darauf verzichten, Deutschland in Zeiten des Spitzenverbrauchs im Winter mit fossil oder atomar erzeugter Elektroenergie zu versorgen. Es macht sicher niemandem Freude, ein Atom- oder Kohlekraftwerk tagein/tagaus zu heizen, nur um in Stoßzeiten an Grün-Deutschland Energie verkaufen zu können. Daß dies derzeit noch funktioniert, hängt wohl eher mit handelspolitischen Fragen zusammen, die man für Planungen der Zukunft nicht mehr voraussetzen sollte.

Der Einsatz von Solarzellen ist umstritten. Wie an anderer Stelle bemerkt, liefern sie die Energie nicht nachts, wenn E-Mobile zu laden sind. Eigentlich existiert theoretisch nur eine Möglichkeit, um Solarzellen sinnvoll einzusetzen. Deutschland könnte in Nordafrika wohl ein Stück Sahara kaufen, um dort Solarzellen zu montieren. Dann stünde zwar auch nur tagsüber, dafür aber auch im Winter verläßlich viel Solarstrom zur Verfügung. Gleichzeitig würde sich das Beschäftigungsangebot in Nordafrika verbessern, siehe auch [18]. Allerdings würde Deutschland damit empfindlich abhängig und politisch erpreßbar werden.

Denken wir an Lithium-Abbau und Lithium-Herstellung [25], wird bewußt, welche unerträglichen Belastungen für die Umwelt mit der Elektrifizierung einhergehen würden, wenn weltweit eine Milliarde PKW elektrisch führen. Braucht jeder Akku im Schnitt vielleicht 200 kg Lithium, sind dafür allein 200 Milliarden kg (200 Mio. Tonnen) Lithium abzubauen in Lagerstätten mit Konzentrationen von vielleicht 2%. Dabei fallen (200 Mrd. * 98% / 2%) ~ 10 Billionen Tonnen Geröll und Schutt an. Wieviel Billionen Tonnen fossile Energien wollen wir für dessen Aufarbeitung bezahlen? Damit wird Elektromobilität zum Sündenfall. Auch ist fraglich, ob diese Menge Lithium überhaupt zu finden sein wird. An die Entsorgung denkt natürlich auch niemand. Die Politik schafft es seit dreißig Jahren nicht einmal, Container für Elektroschrott aufstellen zu lassen. Wo werden die hunderte Kilogramm schweren Lithium Akkus dann entsorgt? Natürlich dort, wo sie aus dem Auto fallen!

Betrachten wir die mögliche Reichweite eines E-Fahrzeugs bis zum Nachladen, siehe Anh.10, wird bewußt, daß Elektrofahrzeuge aufgrund einer zu geringen, speicherbaren Energiemenge nur für den Stadtverkehr geeignet sind. Für den Fernverkehr hingegen sind sie ungeeignet. Schaffen wir die Ottomotoren gänzlich ab, würde das überlebensnotwendige Transportwesen nicht mehr funktionieren. Die Infrastruktur Deutschlands käme praktisch zum Erliegen.

Dazu kommt, daß keine hinreichend starke Infrastruktur der elektrischen Versorgung zur Verfügung steht. Denken wir daran, zum Beispiel Berlin mit einem flächendeckenden Netz von Elektrotankstellen an jedem Auto-Parkplatz zu versehen, so wären tausende neue Trafostationen - an jeder Straßenkreuzung eine - zu errichten. Es wären tausende Tonnen Kupfer und tausende Tonnen Plaste für die Isolation der Kabel zu produzieren. Weil keinerlei elektrische Infrastuktur für Ladestationen existiert, die in kürzester Zeit zig Kilowatt in jeden Autoakku pumpen können, kämen enorme Aufwendungen dazu, neue Kabeltrassen in die Erde zu bringen. Berlin gliche einem Maulwurfshügel.

Zur "Deutschen Energiewende"

Obwohl China monatlich zwei neue Braunkohlenkraftwerke eröffnet, Indien oder Afrika beim Energieverbrauch aufholen und die USA mit Verweis auf "unbekannte, ökonomische Risiken" nicht daran denken, das Kyoto-Protokoll von 1997 zu unterzeichnen, meint Deutschland mit einem Anteil am fossilen Weltenergieverbrauch 2016 von rund 2,5 Prozent [4], die Welt retten zu können.

Um dies zu erreichen, baut man funktionierende Marktwirtschaft in Subventions-Planwirtschaft um und macht damit letztlich Demokratie zu Diktatur. Auf der Strecke wird die deutsche Industrie bleiben. Wenn diese aber stirbt, bleiben Steuereinnahmen aus, stirbt der deutsche Sozialstaat, wird Deutschland Griechenland auf dem Weg in die Staatsinsolvenz folgen.

Das in [36] beschriebene Szenario der Energiewende geht davon aus, daß es trotz akribischer Nutzung der Kapazität von Pumpspeicherwerken und einem Verbund von Norwegen bis zur Schweiz nicht möglich sein wird, für Wind- und Solarenergie einen Anteil von mehr als 50% zu erreichen. Der Rest der Energiegewinnung stammt dann folglich aus Kohle- und Atomkraft. Dabei werden Kohle- und Atomkraftwerke jedoch nur als Puffer benötigt.

Wirtschaftlich bedeutet das z.B. für den Betreiber eines Kraftwerks, daß der Kessel und die Turbinen den ganzen Tag am laufen gehalten werden müssen, wohingegen die Betriebskosten auf die wenigen Stunden umgerechnet werden müssen, zu denen das Kraftwerk Strom verkaufen kann. Nehmen wir an, das Kraftwerk liefert täglich nur an 6 Stunden Strom, so vervierfacht sich der Preis für die abgegebene Kilowattstunde (24/6 =4) bereits. Kann das Kraftwerk nur 3 Stunden liefern, verachtfacht sich der Preis pro Kilowattstunde.

Dazu kommt, daß mit dem erzeugten Strom i.a. die Speicherbecken von Pumpspeicherwerken aufgefüllt werden. Während ein Verbrennungsmotor nur einen Arbeitsschritt mit einem Wirkungsgrad um 40% benötigt, um mechanische Energie zu erzeugen, ist der Weg vom Kohlekraftwerk zum Verbraucher länger. Bereits im Kraftwerk entsteht nur ein Wirkungsgrad von 40%, wenngleich Abwärme oft noch für andere Zwecke genutzt werden kann. Im Detail sind etwa 15 Energieumwandlungen nötig, bis der Strom beim Verbraucher ankommt, Details dazu siehe Anh.4.

Da nur mit einem 50%-Anteil der Kohle- und Atomkraft am Energiemix gerechnet wird, haben wir folgende Rechnung mit 50% zu multiplizieren. Wird sich also der Strompreis für die Erzeugung (Kohlekraft) vervierfachen bis verachtfachen und verdoppelt bis verzehnfacht sich der Strompreis für das Pumpen, so folgt im besten Fall (2*4*50% = 4) eine Vervierfachung des Strompreises, im schlechtesten Fall (10*8*50% = 40) wird der Strom vierzig mal so teuer.

Dazu kommen noch die verdeckten Subventionen für die anderen 50% der Energie. Solar- und Windenergie sind ebenfalls mindestens doppelt so teuer, wie derzeitige Energien.

Auch käme der Strom (sofern er nicht aus norwegischen Wasserkraftwerken stammt) aus Windkraftwerken und Solarzellen. In der Nacht, wenn das Auto an der E-Zapfsäule hängt, liefern Solarzellen generell keinen Strom. Herrscht nachts dann auch noch Windstille über Deutschland, fällt der Ladestrom komplett aus? Bewahre! Dann springen Kohle-, Atom- und Gaskraftwerke wieder ein. Die laufen sowieso Tag und Nacht. Für den Notfall müssen sie ständig geheizt werden. Die Brennkammern und die riesigen Turbinen der Kraftwerke bräuchten Tage, um hochzufahren.

Die Wirkung der Solarzellen erkennt man übrigens an riesigen, weißen Dampfwolken, die bei Sonnenschein aus den Kühltürmen der Kohle- und Atomkraftkraftwerke quellen. Da man die Kesseltemperatur halten muß, wird nun überflüssiger Dampf einfach aus dem Kühlturm geblasen.

Und wenn Kohle- Gas- und Atomkraftwerke in Deutschland bereits demontiert sind, kaufen wir den Kohle- oder Atomstrom eben aus Frankreich, Polen oder aus Tschechien. Anschließend lassen wir diese Länder von Schülerdemos, Greenpeace oder Journalisten als "Ökoschweine" beschimpfen. Das drückt dann den besonderen Feingeist deutscher Moral und Ethik aus.

Aus dem vermeintlichen Nutzen der Energiewende wird ein finanzieller und ökologischer Albtraum. Mobilität für jederman ist vorbei, Autofahren wird dann wieder zum ausschließlichen Privileg der Reichen. Selbst das Heizen der Wohnung im Winter wird wenigen Reichen vorbehalten sein.

Rolle des Flugverkehrs

Wenn wir einen mit Wasserstoff oder mit Helium gefüllten Luftballon bei starkem Wind aufsteigen lassen wollen, dann bleibt dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwo in einem Baum hängen. Ebenso bodennahes Kohlendioxid. Es wird nur bei starker Thermik aufsteigen. Thermik aber braucht Wolken. Oberhalb von Wolken aber ist keine Thermik. Bodennahes Kohlendioxid hat es also sehr schwer, in die höhere Atmosphäre zu gelangen.

Moderne Linienjets von Boing oder Airbus verbrauchen bei durchschnittlicher Auslastung um 40% pro Fluggast typisch rund fünf Liter Kerosin auf hundert Kilometer [30]. Während eines Fluges nach Mallorca (2000 km) verbrauche ich also rund (2000 km = 20*100km ~ 20*5l) 100 Liter Kerosin, hin- und zurück werden von mir allein rund 200 Liter verbraucht. Fliegen Frau und zwei Kinder mit, sind wir bei stolzen 800 Litern. Mit diesen 800 Litern führe mein Diesel-PKW bei einem Durchschnittsverbrauch von fünf Litern auf hundert Kilometer rund 800 l / (5 l/100 km) = 16000 km. Das ist der Jahresverbrauch eines durchschnittlichen Autofahrers.

(Das heißt aber nicht, daß Elektroflug auch nur die leiseste Chance böte, den Strahltriebwerken Konkurrenz zu machen. Das Energiegewicht (in kWh/kg) von Batterien im Verhältnis zu Kerosin ist um den Faktor 30 geringer, siehe Anh.10. Damit wäre bei gleichem Gewicht des Flugzeugs auch die Reichweite um diesen Faktor geringer.)

Der weltweite Flugverkehr bringt jährlich etwa 277 Mt (Megatonnen ~ Millionen Tonnen) Kerosin in die Atmosphäre auf 10 km Höhe, siehe Anh.5. Bei der Verbrennung werden daraus etwa 869 Mt Kohlendioxid und 355 Mt Wasserdampf. Zusammen werden durch die Luftfahrt also rund (869 + 355) Mt = 1,22 Gt (Gigatonnen) "Klimakillergase" in 10 km Höhe freigesetzt. Ehe diese Gase aus zehn Kilometern Höhe auf die Erdoberfläche gelangen können, um dort abgebaut zu werden, vergehen Jahre. So könnten sie möglicherweise eine Wirkung auf globale Erderwärmung haben? Da die Abgase aber als einzige die Albedo (lat. albus: weiß) beeinflussen, wäre eine Untersuchung der Wirkung sinnvoll.

Kohlendioxidkonzentration in ppm vs. Milliarden Passagierkilometer

    Abb.5: Zwei Kurven übereinandergelegt. Schwarz die von Keeling gemessene Kohlendioxidkonzentration in ppm (parts per million) auf dem Mauna Loa, rot die Kurve der weltweiten Luftverkehrsentwicklung in Tera (1012) Passagierkilometern, Datenquellen [29] und [30].

Nun hatte die Klimadiskussion mit den Ergebnissen von Keeling [29] ausgerechnet in einer Meßstation in 3400 Metern Höhe auf dem Mauna Loa in Hawai ihren Ausgangspunkt. Hawai ist ringsum von Wasser umgeben und hat nicht allzuviel Industrie oder Verkehr. Woher soll hier ein Anstieg des Kohlendioxids kommen? Möglicherweise vom Flugverkehr?

Parallel und zeitgleich zu Keelings Meßkurven von 1960 bis 2010 entwickelte sich weltweit der Flugverkehr zum Träger des institutionellen und des privaten Massentourismus. Könnte es sein, daß Keelings Kurve nichts anderes zeigt, als den Kohlendioxideintrag eines über die Jahrzehnte expandierenden Flugverkehrs? Einiges spricht dafür, siehe Abb.5.

Wir erkennen in Abb.5, daß die Kohlendioxidkonzentration auf dem Mauna Loa ab dem Jahr 2000 nicht ganz so schnell steigt, wie der Flugverkehr. Offenbar sind die Flugzeuge effizienter geworden, sie leisten mehr Passagierkilometer pro Kerosineinheit.

Die Datenbank der IEA [44] zeigt eine Weltemission der Erde von 32,32 Gt (Gigatonnen) fossil entstandenem Kohlendioxid für 2016. Der Flugverkehr erbringt dazu 2,69% der weltweiten Gesamtmenge von fossilem Kohlendioxid, also 0,0269 * 32,32 Gt = 0,869 Gt.

Im Verhältnis zum in der Erdatmosphäre vorhandene Kohlendioxid von 4,1 Gt bei 410 ppm nach Anh.3 zeigt sich, wie der Flugverkehr die Erdatmosphere mit Kohlendioxid "füllt". Dazu dividieren wir die Flugflottenemission durch das gesamte, in der Atmosphäre anzutreffende Kohlendioxid: (869 Mt / 4,1 Gt) = 0,212 = 21,2%. Anders ausgedrückt: Allein Flugzeuge sättigen die Atmosphäre in weniger als fünf Jahren vollständig mit Kohlendioxid!

Und je geringer die Konzentration der Gase Kohlendioxid und Wasser ist, desto länger ist deren Verweildauer in der Atmosphäre. Da nicht klar ist, wie lange Wasserdampf und Kohlendioxid zehn Kilometer zurück zur Erdoberfläche brauchen, um dort abgebaut werden zu können, muß angenommen werden, daß ein Teil der von Keeling gemessenen Kohlendioxidkonzentration einzig und allein vom Luftverkehr verursacht wird. Die Keeling-Kurve in Vergleich zur Entwicklung des Flugverkehrs (Abb.5) deutet darauf hin. Also Entwarnung? Es ist ja nur der Flugverkehr?

vertikale Kohlendioxidkonzentration

    Abb.6: Zwei Beispiele einer vertikalen Verteilung von Kohlendioxid in der Atmosphäre, die von Flugzeugemissionen beeinflußt wird. In 10 km Höhe erreicht die Konzentration ihr Maximum. FTIR-Daten: Lamont [46] S.110, Sets 090731 (rot) und 090802 (blau) von TCCON [47].

Nun blockiert Kohlendioxid im Infrarot erst ab etwa einer Wellenlänge größer 12 µm deutlich, siehe Abb.1, also für Temperaturen unterhalb von -30°C. Die Temperatur in 10 km Höhe liegt je nach Breitengrad zwischen -45°C und -65°C. Das heißt, daß Kohlendioxid in 10 km Höhe eine Wirkung als isolierendes Dach entfaltet.

Mit Abb.6 ist es durchaus real anzunehmen, daß die Emissionen in 10 km Höhe akkumuliert werden. Sie werden viele Jahre bis zum Boden brauchen. Erst am Boden werden sie abgebaut. Da wir ebenfalls wissen, daß starke, bodennahe Kohlendioxid-Emissionen (Kohlekraftwerke, Verkehr, Heizungen) bei Windstille sofort wieder nach unten fallen und resorbiert werden, ist die Schlußfolgerung klar: Beenden wir noch in diesem Jahr den Flugverkehr, dann sind wir in vielleicht fünf Jahren dieses zusätzlich isolierende Dach los, welches direkt für Erderwärmung sorgt.

Unsere Kinder könnten uns dann allerdings fragen "Papa, wie lange braucht man nach Australien?" Unsere Antwort wäre dann vielleicht "Wenn es gut geht, vier Wochen mit dem Schiff". Ist Ihnen jetzt eher zum Lachen oder zum Weinen zumute?

Solange nicht klar ist, ob die Übereinstimmung in Abb.5 rein zufällig oder kausal ist, sollten wir vom Schlimmsten ausgehen. Nehmen wir Kausalität an, dann wäre es empfehlenswert, alles zu tun, um dienstliche und private Weltreisen zu vermeiden. Statt einer Kohlendioxid-Steuer brauchen wir dann eine wirksame Kerosinsteuer. Die Hochzeit findet dann nicht mehr in Neuseeland oder auf Tasmanien statt, sondern beim Pfarrer um die Ecke! Mallorca, Türkei, Las Vegas, Thailand, Seychellen oder Kilimandscharo sind für jeden nächsten Urlaub gestrichen!

Sollte sich diese Korrelation bestätigen, regen wir uns bitte nicht mehr auf über böse Diesel oder über böse Kohlekraftwerke, sondern beenden bitte sofort den Massen-Flugverkehr, wenn wir etwas gegen Kohlendioxid tun wollen! Dazu wären z.B. Naturschutzgebiete in Erholungsgebiete rückzuverwandeln, Naherholungsgebiete wären zu schaffen, die Lausitz, Mecklenburg/Vorpommern und die Ostsee wären touristisch zu entwickeln, etc..

Eine Welt ohne Kohle?

Auch wenn Klimawandel oder Kohlendioxid damit kaum etwas mit dem CO2-Ausstoß europäischer Industrie oder PKW zu tun hat, darf man Kohle und Öl nicht schönreden, und zwar aus einem anderen Grund. Kohlekraftwerke produzieren mehr Radioaktivität, als Kernkraftwerke. Pro Jahr werden aus Kohleverbrennung weltweit etwa 10.000 Tonnen Uran und 25.000 Tonnen Thorium freigesetzt [3], (siehe Anh.2). Leider entgeht dieser Umstand den Experten, nach EEG2017 [12] ist die Menge des radioaktiven Abfalls nur für Kernkraftwerke nachweispflichtig. Über radioaktive Raffinerierückstände von Erdöl sind derzeit noch keine verlässlichen Zahlen bekannt, dennoch weisen Rückstände aus Ölrafinerien erhöhte Radioaktivität auf [6]. Hier müßten bei Umweltschützern die Alarmglocken schellen! Wenn in Fukushima oder Tschernobyl einige Tonnen Uran frei wurden, so ist das "nur" für die Region gefährlich. Wenn aber über die Erde Jahr für Jahr zehntausend Tonnen Uran als schwach radioaktive Kohlenasche verteilt werden, so wird das langfristig vielleicht problematisch.

Immernoch bleiben Fragen offen. Eine Welt ohne Kohle ist schwer vorstellbar. Wir bauen mit Beton. Wo kommt der Beton her, wenn Drehrohröfen ohne Kohle, Erdgas oder Heizöl arbeiten sollen? Wo käme der Stahl her, wenn nicht aus dem mit Kohle beheizten Hochofen? Wie soll Schwerchemie (Teer, Asphalt) oder Plastherstellung funktionieren ohne Kohle? Wir wissen es nicht, wir drücken besser fest beide Augen zu und sagen uns: Wird schon schiefgehen, die Ingenieure werden uns schon retten! Dank Greta leben wir in spätestens zwanzig Jahren wieder in der Steinzeit. Die Botschaft: Trennen wir uns bitte von der allgegenwärtigen, politischen Gefühlsduselei, bei der inzwischen schon Kinder agitatorisch mißbraucht werden.

Eine Zukunft frei von fossiler und frei von Atomenergie ist aus wissenschaftlicher Sicht derzeit eine gefährliche Illusion. Elektrizität läßt sich nur extrem schwer und extrem teuer speichern - im nötigen Umfang überhaupt nicht.

Existieren Alternativen?

Zunächst muß klargestellt werden, daß alternative Energien nicht existieren. Sie sind ein Hirngespinnst von Menschen, die sich mit Maschinenbau, Elektrotechnik oder Landwirtschaft nicht auskennen, oder ihr Wissen darüber verdrängen. Derzeit existiert schlicht und einfach keine Möglichkeit, unsere Industrie, unsere Arbeitsplätze oder unseren (bescheidenen) Wohlstand "alternativ" zu erhalten. Würden wir heute die Förderung fossiler Energien einstellen, gäbe es morgen bereits Millionen Arbeitslose. Übermorgen würde schiere Panik um sich greifen mit Hunger, Durst, Kälte und abscheulichster Kriminalität. Und am Ende würde die zivilisierte Welt im Bürgerkrieg versinken mit Milliarden Toten. Die Industrie wäre weltweit zerstört und Überlebende würden in der Steinzeit neu anfangen. Dieses Szenario ist die Alternative.

Für ein Leben nach der fossilen Energie wäre einzig Wasserstoff halbwegs geeignet, die Probleme sinnvoll zu lösen: Dieser kann in Mengen über Elektrolyse durch Windkraft oder Solarzellen erzeugt werden, im Gegensatz zu Elektroenergie wäre er etwas besser speicherbar, er ist durch Gasleitungen transportierbar und fast alle Technologien zum Einsatz (man denke an auf Erdgas umgerüstete Verbrennungsmotoren und an Gas-Tankstellen) sind bereits im Ansatz vorhanden.

Würde der Wasserstoff dann noch mit dem gespeicherten Kohledioxid des Auto-Abgases zu Methanol verarbeitet, ergäben sich zukunftsweisende Technologien aller Art. An der Tankstelle würden wir Methanol statt Benzin oder Diesel tanken und den Kohledioxid-Tank leeren. Aus dem Kohlendioxid wird dann mit Wasserstoff wieder Methanol gemacht. Es lohnt sich also, über den derzeitigen Horizont hinaus zu forschen.

Die energetische Wende müßte in eine andere Richtung gehen, wie derzeit propagiert. Sie müsste vom Elektrofahrzeug und Benziner hin zum mit Wasserstoff getriebenen Diesel-Hybrid oder zur Brennstoffzelle als sparsamsten und emissionsfreien Antrieb gehen.

Auch wenn Innenstädte mit Elektrofahrzeugen von im Körper abbaubaren Emissionen (Stickoxide, Kohlenwasserstoffe) verschont blieben, so bliebe doch der Straßenstaub als Hauptübel erhalten. Der aber besteht hauptsächlich aus Siliziumdioxid, wird durch die Lunge nicht abgebaut und ist krebserregend, wie wir von der Silikose der Bergarbeiter wissen. Haben wir heute auf jeder Zigarettenschachtel den Aufdruck: "Rauchen ist tödlich!" so könnten ähnliche Aufkleber in 20 Jahren auch an Fahrrädern kleben "Fahren ohne Feinstaubmaske ist tödlich!".

Dies alles läßt nur eine Schlußfolgerung zu: Elektromobilität ist dort sinnvoll, wo sie auf vorhandene Infrastruktur und auf nicht-fossile Energien trifft, wie z.B. in Norwegen. Für elektrische Motorroller oder Fahrräder reichen vorhandene Stromnetze aus. Elektro-PKW oder -LKW werden weiterhin dort eine Rolle spielen, wo dies vorteilhaft erscheint: In Fabrikhallen, im Werksverkehr oder bei Lieferdiensten. Im Einzelfall werden auch Zweitwagen sinnvoll sein, wenn im heimischen Grundstück eine genügend starke Ladestelle zur Verfügung steht und der Wagen nur für die kurze Fahrt zur Arbeit in der Innenstadt genutzt wird. Oder wenn man mit 1000 PS an der Ampel der Erste sein will, siehe Anh.10.

Ergebnisse im Überblick

Wüsten und Desertifikation

  • Der ewig blaue Himmel über der Sahara bringt fast 150 mal die Welt-Energieproduktion der Menschheit als Erderwärmung ein im Vergleich zu bewölktem Himmel, siehe Anh.1.

  • Alle trocken-warmen Wüsten und Halbwüsten zusammen bringen knapp das fünfhundertfache der Welt-Energieproduktion der Menschheit ein, siehe Anh.8.

  • Eine Variation der Sonnenstrahlung um 5 Prozent erzeugt rund die 1500-fache Wirkung der Welt-Energieproduktion der Menschheit. Gestiegene Sonnenfleckenaktivität seit Kopernikus deutet auf diese Möglichkeit hin. Damit ist dieser mögliche Beitrag zur Erderwärmung absolut am höchsten, siehe Anh.7.

  • Die 5% Variation der Sonneneinstrahlung ist damit rund drei mal stärker, als die zusätzliche Erwärmung, die durch fehlende Bewölkung über den Wüsten und Halbwüsten der Erde zusammen entsteht, siehe Anh.8.

  • Würde man alle Wüsten begrünen, könnte man damit etwa 2% von 5% der Variation der Sonnenstrahlung kompensieren, siehe Anh.7.

  • Da landwirtschaftlich nutzbare Flächen der Erde begrenzt sind, die Bevölkerung hingegen immer schneller wächst, werden Wälder gerodet; Landwirtschaftsflächen werden durch Übernutzung verwüstet, siehe Anh.1.

  • Durch Desertifikation [10] infolge von Rodung, Überweidung und Verstädterung werden pro Jahr weltweit zwölf Millionen Hektar Land in Wüste umgewandelt (Ackerfläche Deutschlands). Diese alljährlich hinzukommende desertifizierte Fläche verursacht einen kummulierenden Wärmeeintrag etwa vom doppelten Weltenergieverbrauch der Menschheit pro Jahr, siehe Anh.1.

  • Bei Desertifikation wird aus der Schwarzerde des vormaligen Waldbodens Wüstensand. Dabei wird pro Jahr bis zu 14-mal soviel Kohlendioxid freigesetzt, wie aus der Verbrennung von Kohlenstoff durch die Menschheit erzeugt wird, siehe Anh.1. Würde die Menschheit jegliche Kohle-, Erdöl- und Erdgasförderung und -verbrennung einstellen, so würden wir dadurch nur 1/14 = sieben Prozent menschengemachtes Kohlendioxid einsparen können! 13/14 = 93% des menschengemachten Kohlendioxids werden hingegen durch Desertifikation verursacht.

  • Als wesentliche Ursache von Desertifikation [10] ist Bevölkerungsexplosion [11] zu erkennen. Während die Bevölkerung exponentiell wächst, wächst die landwirtsche Nutzfläche überhaupt nicht. Im Gegenteil: Überall bewirken Naturschutzprogramme, deren Ausdehnung zu verhindern.

  • Wer Erderwärmung reduzieren will, kann nur Bevölkerungsexplosion bekämpfen, zum Beispiel durch zu entwickelnde Förderprogramme für Empfängnisverhütung in Afrika, Nahost, Asien (insbes. Indien, Pakistan) sowie Lateinamerika, [11] .

  • Will man ernsthaft etwas gegen Erderwärmung tun, dann wäre die Aufforstung trockengefallener Gebiete anzuraten (siehe Anh.8), dazu gehören auch Großstädte. Programme gegen Desertifikation wären zielführend.

    Kohlendioxid

  • Vegetation und Ozeane haben etwa eine 500-fach höhere Abbaukapazität für Kohlendioxid im Vergleich zu fossil produziertem Kohlendioxid der Menschen, Anh.3.

  • Der Mensch produziert jährlich 16-mal soviel Kohlendioxid, wie sich in der Atmosphere befindet. Kohlendioxid wird offenbar sehr schnell resorbiert, oder gelangt gar nicht erst in die höhere Atmosphäre Anh.3.

  • Kohle, Erdöl und Erdgas sind in tragenden Teilen der Industrie unverzichtbar (Hochöfen, Zementproduktion, Schwerchemie, Transportwesen). Für deren Ablösung sind keinerlei sinnvolle Alternativen zu erkennen.

  • Die Menschheit verbrennt jährlich eine Menge von Kohlenstoff, die eine Schicht von 5 µm rund um den Erdball bilden würde Anh.6). Gemessen an kilometertiefen Ozeanen erscheint diese Menge zu gering, um einen nachweisbaren Effekt hervorrufen zu können.

  • In Kohlendioxid verwandelt, entstünde aus allen verbrannten, fossilen Brennstoffen zusammengenommen eine 2 cm dicke "Wolke" aus CO2 rund um die Erde. Diese Gasschicht ist rund ein fünfhunderttausendstel-mal so dick, wie die Erdatmosphäre. Eine Klimarelevanz ist wohl eher auszuschließen, siehe Anh.3 und Anh.6.

  • Die Erde baut rund 50-mal mehr CO2 ab, als der Mensch derzeit erzeugen kann. Existiert eine von CO2 verhinderte Rückstrahlung der Erde von 5% und ein menschengemachter Anteil CO2 von 1/50 = 2%, dann beträgt der durch fossile Träger entstehende Anteil an der Erderwärmung rund (2% * 5%) = 1 Promille, siehe auch Anh.3.

  • Kohleverbrennung erzeugt heute weltweit mehr (schwach konzentrierte) Radioaktivität als Kernkraftwerke (siehe Anh.2), [6]. Sie ist insbesondere aus diesem Grund problematisch.

  • Ein fünffach stärkeres Treibhausgas als Kohlendioxid ist das in viel größeren Dimensionen in der Atmosphäre vorhandene Wasser in Form von Luftfeuchte (siehe Abb.1 und Anh.6). Aber niemand käme auf die Idee, das Treibhausgas Wasserdampf als "Klimakiller" regulieren zu wollen. Wie wir wissen, verhindert die kondensierte Form (Wolken) die Einstrahlung der Sonne, sie kühlt die Erde ab.

  • Es ist unnütz, unser Augenmerk emotional auf einen nicht klar nachweisbaren Teil der Erderwärmung, auf Kohlendioxid, zu fokussieren (siehe Anh.3), wenn die so angestrebte Energiewende unser existenziell wertvollstes Gut, eine intakte Wirtschaft, Logistik, Industrie und Landwirtschaft in die Gefahr unwiederbringlicher Vernichtung bringt.

  • Kohlendioxid-Zertifikate oder -Steuern bekämpfen nicht das 93%-Problem, die Desertifikation. Sie sind als Gesslerhut geboren, weil sie Markwirtschaft durch subventionierte Planwirtschaft ersetzen.

  • Nötig wären Wirtschaftskonzepte, die einen sanften Ausstieg aus fossilen Energien dadurch fördern, daß Förderquoten für Kohle, Erdöl und Erdgas allmählich beschränkt werden würden. Automatisch entstünde ein sanfter Preisanstieg. Damit ließe sich einerseits Marktwirtschaft in der Industrie erhalten, andererseits würden die Ressourcen längere Zeit vorhalten.

    Flugverkehr

  • Eine spezielle Rolle nimmt der Flugverkehr (siehe Anh.5) ein. Pro Jahr 1,8 Milliarden Tonnen in zehn Kilometern Höhe entlassene Klimagase (Wasserdampf und Kohlendioxid) könnten einen Beitrag zur Erderwärmung liefern, sollten sich H2O und CO2 länger in der Hochatmosphäre aufhalten und dort angereichert werden. Dort oben entsteht so etwas wie ein zweites Dach, welches die Rückstrahlung behindert. Hier wäre ein Umdenken wahrscheinlich sinnvoll.

    Elektromobilität und elektrische Speicherung

  • Mit fossilen Energieträgern gespeiste Elektroautos sind mitnichten emissionsfrei. Wenn sie aus fossiler Energie geladen werden, sind sie pro verbrauchter Kilowattstunde doppelt bis zehnfach so starke "Klimakiller" (Wärmeproduzenten und Erzeuger von Kohlendioxid), wie Dieselfahrzeuge, siehe Anh.4.

  • Elektroenergie, die in Solarzellen im Hochsommer mittags entsteht, wird in einer kalten Winternacht gebraucht. Es sind keine Möglichkeiten vorstellbar, den winterlichen Energieverbrauch über den Sommer auf Vorrat zu speichern. Selbst die tägliche Zwischenspeicherung zwischen Tag und Nacht ist aus Kostengründen problematisch.

  • Deutschland ließe sich mit gespeicherter Energie aus Pumpspeicherwerken maximal zehn Tage lang versorgen.

  • 434-mal alle deutschen Pumpspeicherwerke zusammengenommen würden ausreichen, um die Welt eine Stunde lang mit Elektroenergie zu versorgen. Petawattstunden lassen sich rein elektrisch nicht speichern.

  • Die Effizienz von Großkraftwerken als "Lückenfüller" im E-Zeitalter wird zu fünf- bis zehnfach höheren Erzeugerpreisen führen, da einerseits die Kraftwerke weiter beheizt werden müssen (und fossile Energie verbrennen), andererseits aber nicht rentabel produzieren können.

  • Wird Elektroenergie über Pumpspeicherwerke gespeichert, verdoppelt sich der Preis für die Kilowattstunde nochmals.

  • Zusammengenommen müssen wir realistisch einen Preisanstieg pro Kilowattstunde um einen Faktor von (5...10) * 2 = (10...20) (in Worten: zehn bis zwanzig) erwarten, wenn die in [18] und [36] zu findenden Utopien eintreffen. Eine Kilowattstunde kostet dann zwischen 2,50€ und 5€. Heizen wird damit zum Luxusgut der Wohlhabenden. Solche Preise sind für Durchschnittsbürger schlichtweg unbezahlbar. Auch sind sie über verborgene Steuer- und Subventionsmodelle (a la Benzinsteuer und Kohlendioxidsteuer zur Windkraft- und Solarförderung) langfristig nicht durchführbar.

    Sogenannte "alternative" Energien

  • Alternative Energien existieren nicht. Derzeit existiert schlicht und einfach keine Möglichkeit, unsere Industrie, unsere Arbeitsplätze oder unseren (bescheidenen) Wohlstand "alternativ" zu erhalten.

  • Aufgrund extrem teurer und aufwändiger Speicherbarkeit von Elektroenergie liegt die energetische Zukunft des Verkehrs wohl kaum in Elektromobilität, sondern wohl eher in Wasserstoffantrieben aller Art. Dafür ist ein Großteil der Infrastruktur bereits vorhanden.

  • Wasserstoff kann vor Ort aus Windkraft erzeugt werden und ist verflüssigt speicherbar. Gas-Leitungsnetze sind vorhanden, Autos fahren derzeit schon mit Erdgas, siehe Anh.4. Probleme bereitet allerdings die Isolation von Rohren und Behältern gegen Diffusion. Verflüssigung benötigt extrem viel Energie für Kältemaschinen und Kompressoren.

  • Nicht Kohlendioxid ist zu minimieren, sondern der Wirkungsgrad des Fahrzeugantriebs ist zu maximieren. Eine Energiewende muß in entgegengesetzter Richtung, vom E-Fahrzeug hin zu Motoren mit höchstem Wirkungsgrad und geringster Leistungsaufnahme gehen (Diesel-Hybrid), siehe Anh.4.

  • Die "EU-Verordnung zur Verminderung der CO2 - Emissionen von Personenkraftwagen" [13] erscheint fragwürdig. Allerdings fördert sie indirekt ein Zulassungsverbot der stärksten Produzenten von Kohlendioxid: aller Elektrofahrzeuge (siehe Anh.4).

    Fazit

    Mit der Wirkung eines tausendfünfhundertfachen Weltenergieverbrauchs besitzen kleine Variationen der Sonneneinstrahlung die größte Wirkung auf eine direkte Erderwärmung.

    Alle warmen Wüstengebiete zusammen produzieren durch Verminderung der Bewölkung etwa den fünfhunderthundertfachen Weltenergieverbrauch.

    Die größte, menschengemachte Erderwärmung wird durch Desertifikation (Rodung, Boden-Übernutzung, Flächenversiegelung) verursacht. Die Umwandlung von Schwarzerde eines vormaligen Waldbodens in Wüste setzt pro Jahr bis zu vierzehn mal soviel Kohlendioxid frei, wie durch die Verbrennung von fossilem Kohlenstoff durch die Menschheit erzeugt wird.

    Gleichzeitig entsteht durch verminderte Bewölkung über desertifizierten Gebieten eine direkte Erwärmung vom doppelten Weltenergieverbrauch pro Jahr. Da dieser Flächenverbrauch akkumuliert, entsteht alle 75 Jahre eine weitere Sahara, die die Erde mit etwa dem einhundertfünfzigfachen Weltenergieverbrauch beheizt.

    Desertifikation steht mit Bevölkerungsexplosion in direktem Zusammenhang. Es ist alles zu tun, um weitere Bevölkerungsexplosion zu beenden.

    Die Verbrennung von fossilen Brennstoffen erzeugt nur etwa ein vierzehntel soviel Kohlendioxid, wie durch Desertifikation entsteht. Würde die Menschheit jegliche Kohle-, Erdöl- und Erdgasverbrennung sofort einstellen, so würden wir bei Vernichtung aller Zivilisation nur (1/14 = 7%) sieben Prozent Kohlendioxid einsparen können.

    Anstieg des fossilen Kohlenstoffverbrauches und Anstieg der Weltbevölkerung stehen in direktem Zusammenhang.

    Die Atmosphäre wird alle 41 Tage komplett durch fossil erzeugtes Kohlendioxid gefüllt. Da dies nicht zu einem extremen Anstieg der Kohledioxidkonzentration führt, sind große, natürliche Abbauressourcen zu vermuten. Um Erderwärmung und Kohlendioxidkonzentration zu verringern, sind alle Anstrengungen auf Begrünung und Verhinderung weiterer Desertifikation zu richten.

    Würde Kohlendioxid eine gravierende Erderwärmung produzieren, hätten wir es mit einem rückgekoppelten, schwingungsfähigen System zu tun. Kaltzeiten würden unmittelbar in Warmzeiten übergehen und umgekehrt. Da eine solche, direkte Rückkopplung nicht bekannt ist, erscheint die Rolle von Kohlendioxid bei der Erderwärmung eher als unbedenklich.

    Steigende Kohlendioxid-Konzentration ist nicht als Ursache, sondern als Folge menschengemachter oder solarer Erderwärmung erkennbar. Dort, wo Pflanzen vertrocknen, bauen sie kein Kohlendioxid ab. Dort erhöht Erderwärmung automatisch die Kohlendioxidkonzentration der Atmosphäre.

    Weltweit wachsender Flugverkehr erzeugt ein zusätzliches, isolierendes Dach aus Kohlendioxid in großer Höhe. Allein der Flugverkehr füllt die Atmosphäre alle fünf Jahre komplett mit Kohlendioxid. Dadurch entstehende Erderwärmung kann verhindert werden.

    Kohle- und Atomkraftwerke werden auch nach einer "Energiewende" die Stromerzeugung im "Strommix" zu etwa der Hälfte tragen müssen. Resultierende Verluste im Wirkungsgrad der gesamten Strom-Erzeugungskette verursachen zusätzliches Kohlendioxid. Neben einer verheerenden Umweltbilanz bei der Akku-Herstellung produzieren Elektrofahrzeuge damit anteilig mehr Kohlendioxid, als moderne Diesel. Die Energiewende wird damit keinesfalls zu einer Einsparung von Kohlendioxid führen.

    Nach gelungener "Energiewende" sind zehn- bis zwanzigfach höhere Strompreise zu erwarten. Wenn gleichzeitig Erdgasheizungen abgeschafft werden, werden Einkommensschwache im Winter nicht mehr die Heizkosten bezahlen und somit nicht mehr Heizen können. Hier entsteht sozialer Sprengstoff!

    Deutschland produziert rund 2,5% des fossil gemachten Kohlendioxids der Erde. Multipliziert mit 7% aus Desertifikation liegt der deutsche Weltanteil bei 1,75 Promille.

    Eine deutsche "Energiewende" wird Marktwirtschaft durch verdeckt subventionierte, staatliche Planwirtschaft ersetzen. Demokratie geht damit zwangsläufig in Diktatur über.

    Um unübersehbare, wirtschaftliche Folgen von Deutschland abzuwenden, wäre die Politik gefordert, staatliche Einmischung und Kontrolle aufzugeben und einen marktwirtschaftlichen Übergang zu alternativen Energieformen zu fördern.

    Würden wir heute die Förderung fossiler Energien einstellen, würden wir an Bevölkerungsexplosion und Desertifikation nichts ändern. Allerdings gäbe es morgen bereits eine Weltwirtschaftskrise mit Milliarden Arbeitslosen. Übermorgen würde schiere Panik um sich greifen mit Hunger, Durst, Kälte und abscheulichster Kriminalität. Und am Ende würde die zivilisierte Welt im Bürgerkrieg versinken mit Milliarden Toten. Die Industrie wäre weltweit zerstört und Überlebende würden in einer Art Steinzeit neu anfangen. Dieses Szenario ist in der Tat alternativlos.

    _____

    Um die Berechnungen überprüfen zu können, sollte Greta in der Schule fleißig Mathe, Physik und Chemie lernen, statt Freitags die Schule zu schwänzen und sich vor den Karren einer Lobby spannen zu lassen, deren Profiteure sie nicht kennt.

    Ich hoffe, es ist kein grober Rechenfehler unterlaufen.
    Denn wie sagte schon Goethe:

    "Es irrt der Mensch,
    solang er strebt!"

    gh, 03/2011.
    Korrigiert, umsortiert, mit aktuellem Zahlenmaterial bereinigt und mehrfach ergänzt 2018/2019

    Vielen Dank an viele Mitstreiter für wertvolle Hinweise und Anregungen!


    "Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt,
    die Wahrheit steht von allein aufrecht!"

    Benjamin Franklin



    Berechnungsgrundlagen

    Verwendete Abkürzungen und Einheiten:
    Jahr: a; Stunde: h; Watt: W; Kilowattstunde: kWh; Quadratmeter: m²;
    kilo: 1e3 = 10³ = 1000;
    Mega: 1e6; Giga: 1e9; Tera: 1e12; Peta: 1e15; Exa: 1e18; Zetta: 1e21; Yotta: 1e24
    oe: oil equivalent (auch ou für oil unit):
    1 kg oe = 11,63 kWh
    1 toe = 11,63 MWh (1 Tonne oe = 1000 kg oe)

    Anhang 1
    Energieeintrag der Sahara und Anteil von Desertifikation

    Annahmen:
    Fläche der Sahara: 9 Mio. km² (Wikipedia)
    Solarkonstante: 1367 W/m²
    effektive Einstrahlung in Äquatornähe: rund 1000 W/m²
    einkommende Reflexion an Wolken (Albedo): 80% [17]
    Als Wärme-Überschuß bei wolkenfreiem Himmel in Relation zum bewölkten Himmel werden 800 W/m² angenommen mit 8 Stunden Sonnenschein pro Tag; 365 Tage pro Jahr: 365 * 8 h = 2920 h/a

    Energieeintrag der Sahara Es pro Jahr:
    Es = Fläche * Sonnenscheindauer * Stunden_pro_Jahr
    Es = 9e12 m² * 800W/m² * 2920 h/a
    Es = 21e18 Wh/a (Wattstunden pro Jahr)
    Es = 21 EWh/a (Exawattstunden pro Jahr; Exa: 1e18)

    Weltenergieverbrauch 2016 (Quelle aktualisiert [4]):
    Erdöl 4418,2 Mtoe/a
    Kohle 3732,0 Mtoe/a
    Erdgas 3204,1 Mtoe/a
    Nuclear 592,1 Mtoe/a
    Hydro 910,3 Mtoe/a

    Summe Fossile 11,354 Gtoe/a
    Summe Erneuerbare 0,419 Gtoe/a
    Summe gesamt 13,276 Gtoe/a

    ein kg oe (oil equivalent) hat 11,63 Kilowattstunden: 1 kg oe = 11,63 kWh

    Energieverbrauch der Menschheit (2016):
    Em = 13,276e12 kg oe/a * 11,63 kWh/(kg oe) = 154,4e12 kWh/a = 154,4e15 Wh/a
    Em = 154,4 PWh/a (Petawattstunden pro Jahr)

    Leistungsverbrauch der Menschheit (2011):
    Dividieren wir den jährlichen Weltenergieverbrauch Em durch die Zahl der Stunden des Jahres (1a = 24h * 365 = 8760h), dann können wir die durchschnittliche durch die Menschheit erzeugte Leistung Pm ausrechnen. Sie betrug 2011:
    Pm = 144,9e15 Wh/a / 1a = 144,9e15 Wh/a / (8760 h)
    Pm = 16,5e12 W
    Pm = 16,5 TW (Terawatt)

    Verhältnis n als Energieeintrag der Sahara Es zum Weltenergieverbrauch Em 2011:
    n = Es / Em = 21000 PWh/a / 144,9 PWh/a
    n = 144,93 ~ 145

    Die nicht bewölkte Sahara trägt im Vergleich zu einer bewölkten Sahara rund einhundertfünfundvierzig mal soviel Energie ein, wie die Menschheit jährlich produziert.

    Fläche der jährlichen Ausbreitung der Verwüstung (Ackerfläche Deutschlands) [10]:
    12 Mio. Hektar = 0,12 Mio. km²

    Fläche der Sahara zur jährlichen Ausbreitung der Verwüstung (Ackerfläche Deutschlands):
    9 Mio. km² / 0,12 Mio. km² = 75

    Jährlich verwüstet auf der Erde ein zusätzliches Gebiet der Größe von Deutschlands Ackerfläche [10]. Dieses Gebiet produziert etwa 1/75 soviel Wärme, wie die Sahara. Wenn die Sahara den 145-fachen Weltenergieverbrauch produziert, dann produziert nur die jährlich hinzukommende, durch Überweidung, Versiegelung und Rodung trockenfallende Fläche (145/75 ~ 2) das doppelte des Weltenergieverbrauchs!


    Jährlich entstehendes Kohlendioxid durch Desertifikation

    Waldboden möge eine Schwarzerdedecke haben, die durchschnittlich einen Meter dick ist. Davon sei vielleicht die Hälfe Kohlenstoff. Nach menschengemachter Verwüstung [10] hat sich dieser Kohlenstoff zu Kohlendioxid umgewandelt, es bleibt gelber Sandboden übrig. Wir wollen die dabei freigesetzte Menge von Kohlenstoff und Kohlendioxid berechnen.

    Das Volumen V der Schwarzerdedecke in der Größe der Ackerfläche Deutschlands A beträgt bei einer Höhe h = 0,5 m rund V = A * h = 0,12 Mio km² * 0,5 m = 60e9 m³ (60 Milliarden Kubikmeter)

    Bei einer Dichte ρ = 2,26 g/cm³ = 2,26 t/m³ besitzt die Schwarzerde eine Kohlenstoff-Masse m von md = V * ρ = 60e9 m³ * 2,26 t/m³ = 135,6 Gt Kohlenstoff. Dieser wird in (135,6 Gt * 3,666) = 497,1 Gt (Mrd. Tonnen) Kohlendioxid verwandelt.

    Jährlichen Desertifikation md zu fossil erzeugtem Kohlendioxid mF:
    nach Anhang 3:
    j = md / mF = 497,1 Gt / 35,67 Gt = 13,93

    Die jährlich weltweit desertifizierte Fläche setzt rund j = 14 mal mehr Kohlendioxid frei, als die Menschheit in Form von fossilem Kohlenstoff abbaut und verbrennt.

    Mit anderen Worten:
    13/14 = 92,8% des menschengemachten Kohlendioxids entstammt der jährlichen desertifizierten Fläche. Durch Verbrennung von fossilem Kohlenstoff aus Erdöl, Erdgas und Kohle erzeugt die Menschheit nur 1/14 = 7,14% soviel Kohlendioxid, wie durch jährlich trockenfallende Flächen infolge von Desertifikation entsteht.

    Wir sollten begreifen, daß es fünf nach zwölf ist und daß Rodung, Übernutzung und Verwüstung, insbesondere infolge von Bevölkerungsexplosion, endlich gestoppt werden muß! Denn was machen zwölf Kinder, die von den Eltern kein Land mehr vererbt bekommen? Sie roden Wald, der in äquatorialnahen Gegenden schnell trockenfällt.

    Kohlendioxid aus der Industrie, dem Auspuff der Kraftfahrzeuge oder dem Schornstein der Kraftwerke kommt nicht annähernd in die Nähe der Dimension der Desertifikation. Aus wissenschaftlicher Sicht ist der "Klimakiller Kohlendioxid" aus fossilen Brennstoffen bedeutungslos. Die Industrienationen müssen sich bei niemandem für die Verbrennung fossiler Energien entschuldigen. Weltweite Pläne zur Vermeidung fossiler Energien sind vollkommen nutzlos, solange Desertifikation durch Bevölkerungsexplosion weitergeht! Elektrifizierung des Straßenverkehrs würde daran nicht das geringste ändern! Kohlendioxid-Besteuerung ist vollkommen wirkungslos.

    Anhang 2
    Zitat aus Wikipedia nach [3]

    "Beim Betrieb von Kraftwerken entstehen Belastungen der Umwelt. Kohle enthält fast immer auch Spuren der radioaktiven Elemente Uran, Thorium und Radium. Der Gehalt liegt je nach Lagerstätte zwischen wenigen ppm (parts per million) und 80 ppm [5]. Da weltweit etwa 7800 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr in Kohlekraftwerken verbrannt werden, schätzt man den Gesamtausstoß auf 10 000 Tonnen Uran und 25 000 t Thorium, der zum großen Teil in der Asche enthalten ist. Die Asche von europäischer Kohle enthält etwa 80–135 ppm Uran. Zwischen 1960 und 1970 wurde in den USA etwa 1100 Tonnen Uran aus Kohleasche gewonnen. 2007 beauftragte die chinesische National Nuclear Corp die kanadische Firma Sparton Resources, in Zusammenarbeit mit dem Beijing No.5 Testing Institute Versuche durchzuführen, Uran aus Kohleasche zu gewinnen. Dieses soll im Xiaolongtang Kernkraftwerk in Yunnan eingesetzt werden [6]. Der Urangehalt der Asche liegt mit durchschnittlich 210 ppm Uran (0,021 %) über dem Urangehalt mancher Uranerze."

    Anhang 3
    Zahlen zu Kohlenstoff, Kohlendioxid und Wasser

    (Es folgen robuste Näherungen, da Angaben verschiedener Quellen schwanken bzw. fehlerhaft sind).

    Kohle (gerechnet mit 95% Kohlenstoff, 5% Wasser):
    Ein Kilogramm Kohlenstoff erzeugt (12+2*16)/12 = 44/12 = 3,666 kg CO2.
    Kohle erzeugt etwa 95% * 3,666 kg = 3,48 kg Kohlendioxid und 5% = 0,05 kg Wasser pro Kilogramm.

    Erdöl (gerechnet als ideales Dieselöl):
    Atomares Gesamtgewicht (Näherung als Diesel mit C12H24): 12*12 + 24*1 = 168.
    Pro kg entsteht Wasser: (24 + 12*16) / 168 = 216 / 168 = 1,28 kg
    und Kohlendioxid: (12*12 + 12*16*2) / 168 = 528 / 168 = 3,14 kg

    Erdgas (gerechnet als Methan):
    Atomares Gesamtgewicht von Methan: 4H + 1C = 4*1 + 12 = 16.
    Ein Kilogramm Methan erzeugt (4*1 + 2*16) / 16 = 36 / 16 = 2,25 kg Wasser (4H+2O)
    und (1*12 + 2*16) / 16 = 44 / 16 = 2,75 kg CO2.

    Umrechnungen der International Energy Agency (IEA) [40]:
    1 toe = 11,63 MWh (1 tonne of oil equivalent is per definition 11.63 megawatthours)
    1 toe = 41,87 GJ (gigajoules)
    (thermal power plants have 39% thermal to electrical conversion efficiency per definition)

    Kohlendioxid - Umrechnung Volumen-ppm in Masse-ppm:
    410 ppm/Liter entsprechen 805 ppm/Gramm
    (410 ppm/l / 22,4l = x ppm/g / 44 g --> x = 805 ppm/g)

    Masse des Kohlendioxids in der Erdatmospäre
    Bei einem Durchmesser der Erde von 12730 km hat die Erdoberfläche 5,1e18cm², siehe Anhang 6. Drückt die Luftsäule mit rund einem Kilogramm pro Quadratzentimeter, so wiegt die Erdatmosphäre rund 5,1 Zg (Zetagramm, 1 Zg = 1e18 g). Multipliziert mit 410 ppm/mol = 805 ppm/g (0,000805) würde die Atmosphäre weniger als etwa 4,1e15 g = 4,1e9 t = 4,1 Gigatonnen Kohlendioxid enthalten. (Der Kohlendioxidgehalt nimmt mit der Höhe ab).
    Davon sind 12/44 = 27,3% Kohlenstoff (Atomgewichte: C=12, O=16, COO=44). Die Atmosphere enthält folglich weniger als 27,3% * 4,1 Gt = 1,12 Gigatonnen Kohlenstoff.

      (Anm. 12.8.2019: Nach Wikipedia [9] sollen 830 Gigatonnen (Mrd. Tonnen) Kohlenstoff in der Atmosphäre gebunden sein. Hier muß ein Rechenfehler vorliegen.
      Nach https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid_in_der_Erdatmosphäre entstehen daraus 3000 Gigatonnen Kohlendioxid - Faktor 730 zuviel!)

    Natürliches Kohlendioxid
    (ohne Felder, Seen, Flüsse, Moore, Dauerfrostböden (Taiga) oder Schneewüsten)
    Nach [5] sind weltweit in Wäldern 862 Gt (862 Mrd. Tonnen) Kohlenstoff vorhanden. Diese Menge entspricht rund (862 Gt * 3,666 ) 3,16 Tt Kohlendioxid.
    Kohlendioxid ist mit 0,01% Massenanteil in den Ozeanen gelöst [9]. Deren Volumen wurde 2009 auf 1,33e9 km³ geschätzt [39]. Die Masse an ozeanischem Kohlendioxid ist dann etwa 1,33e9 km³ * 0,0001 = 133000 km³ ~ 133e12 t = 1,33e20 g = 133 Zg (Zetagramm) = 133 Tt (Terratonnen).

    Zusammen binden Wälder und Ozeane allein 3,16 Tt + 133 Tt = 136,2 Tt Kohlendioxid. Dazu kommt die nahezu unendlich große Aufnahmekapazität von Carbonatgestein (Kalk). Es bindet derzeit etwa 60e15 Tonnen (60 Pt = 60 Zg) Kohlendioxid, [8]. Unbekannte, aber hohe Mengen Kohlendioxid sind im Boden und in Mooren (Taiga) und Dauerfrostböden (Taiga, Arktis, Grönland, Antarktis) gespeichert.

    Kohlenstoffreie Energiequellen [4] sind (Stand 2016):
    (Mtoe/a: mega tonns oil equivalents per annum)
    * Nuklear: 600,1 Mtoe/a
    * Wasserkraft: 792,3 Mtoe/a
    * Erneuerbare: 203,6 Mtoe/a
    In Summe: 1596 Mtoe/a

    Kohlenstoffreie Energie im Verhältnis zum Weltenergieverbrauch:
    1596 Mtoe/a zu 12455,3 Mtoe/a = 12,8%, der Rest von 87,2% sind dann
    Kohle, Erdgas und Erdöl (87,2% ~ 10861 Mtoe/a)

    Kohlenstoffhaltige Energiequellen [4] sind (Stand 2016):
    * Kohle: 3,732 Gtoe/a (gigatonns oil equivalent per annum)
    * Erdöl: 4,418 Gtoe/a
    * Erdgas: 3,204 Gtoe/a

    Überschlägig ergeben sich folgende, fossil verursachte Kohlendioxid-Emissionen:
    * Kohle: 3,732 Gtoe/a * 3,48 = 12,99 Gt/a
    * Erdöl: 4,418 Gtoe/a * 3,14 = 13,87 Gt/a
    * Erdgas: 3,204 Gtoe/a * 2,75 = 8,81 Gt/a
    In Summe: 35,67 Gt/a Kohlendioxid

    Überschlägig ergeben sich folgende, fossil verursachte Wasser-Emissionen:
    * Kohle: 3,732 Gtoe/a * 0,05 = 0,187 Gt/a
    * Erdöl: 4,418 Gtoe/a * 1,28 = 5,655 Gt/a
    * Erdgas: 3,204 Gtoe/a * 2,25 = 7,209 Gt/a
    In Summe: 13,05 Gt/a Wasser

    Die natürliche Kohlendioxid-Kapazität der Erde
    Im Vergleich zu vorhandenem Kohlendioxid in Wäldern und Ozeanen (3,16 Tt + 133 Tt = 136,16 Tt) produziert der Mensch jährlich 35,7 Gt Kohlendioxid, das ist ein Faktor q von
    q = 136,16 Tt / 35,7 Gt = 3814
    d.h. in Ozeanen und Wäldern befindet sich etwa 3814 mal mehr Kohlendioxid, als vom Menschen pro Jahr fossil gefördert und verbrannt wird. (Zu anderen Speichern (Moore, Felder, Schnee- und Eiswüsten, Tundra, Taiga etc.) sind keine Zahlen bekannt.)

    Kohlendioxid-Anstieg
    Gehen wir davon aus, daß der Flugverkehr keine Rolle spielt und fossiles Kohlendioxid von bodennahen Quellen stammen würde, ließe sich grob ein Quotient Q für den Anstieg des Kohlendioxids ermitteln. Vor 200 Jahren waren es vielleicht 0,1 Gt Kolendioxid bei 180 ppm, heute sind es 36 Gt Kohlendioxid bei 410 ppm.
    QCO2 = (410 ppm - 180 ppm) / (35,7 Gt - 0,1 Gt) = 230 ppm / 35,6 Gt = 6,4 ppm/Gt (Kohlendioxid)
    Dann würde jede Gigatonne mehr produziertes Kohlendioxid einen Anstieg um 6,4 ppm bringen. Ob diese Rechnung zutreffend ist, ist zweifelhaft. Die Natur ist nichtlinear. Auch zeigte Hug [34], daß ein weiterer Kohlendioxidanstieg keine weitere Blockierung der Rückstrahlung bringt, da die Atmosphäre ohnehin schon gesättigt ist.

    Anhang 4
    Zum Wirkungsgrad von Elektro-PKW

    Wenn wir davon ausgehen, daß 55% des Strommix [12] derzeit aus Braunkohle stammt, dann können wir auch sagen, wenigstens 55% der Elektrofahrzeuge fahren mit fossilem Strom. Im Kohlenkraftwerk ist bereits am Ausgang des Generators der Wirkungsgrad des Dieselmotors erreicht. Während die Leistung beim Diesel jetzt schon die Räder des Autos treibt, wird der elektrische Strom im Kraftwerk mit Trafos hochgespannt, übertragen, heruntergespannt, der Akku wird geladen, der Akku wird entladen, der Strom wird pulsweitenmoduliert und dann erst treibt der E-Motor die Räder. Jede dieser Transformationen erzeugt Wärme - und vermindert damit den Wirkungsgrad.

    Ein Beispiel:

      Die Energie des Kraftwerksgenerators wird hochgespannt auf Mittelspannung. Die Energie wird hochgespannt auf Hochspannung. Sie wird über eine Hochspannungsleitung zum Pumpsppeicherwerk übertragen. Dort angekommen wird sie auf Mittelspannung und folgernd auf die Speisespannung der Motor-Generatoren untersetzt. Das Wasser wird hochgepumpt. Das Wasser kommt herunter und treibt nun die Motor-Generatoren. Die Spannung wird transformiert zu Mittelspannung und folgend zu Hochspannung. Die Energie wird auf einer Hochspannungsleitung zum Verbraucher transportiert. Dort wird sie auf Mittelspannung und auf Netzspannung (230V/400V) transformiert. Damit wird der Akku des E-Mobils geladen. Abschließend wird er entladen. Endlich kann mechanische Energie erzeugt werden.

    Jeder Schritt einer Energieumwandlung hat dabei einen begrenzten Wirkungsgrad mit 5% bis 15% Abwärme. Multiplizieren wir die einzelnen Wirkungsgrade, erhalten wir den Gesamtwirkungsgrad der Kette:

    • durchschnittlicher Wirkungsgrad 95%: (0.95)15 = 0.46
    • durchschnittlicher Wirkungsgrad 90%: (0.90)15 = 0.21
    • durchschnittlicher Wirkungsgrad 85%: (0.85)15 = 0.087

    Was bedeutet das? Im besten Falle, wenn jeder der Schritte nur 5% Verlust macht, kommt weniger als die Hälfte der fossilen Energie als mechanische Energie beim E-Mobil an. Im schlimmsten Fall (lange Hochspannungsleitungen im EU-Verbund vorausgesetzt), kommen nur neun Prozent der eingesetzten Energie an. Der Rest heizt die Atmosphäre.

    Entsprechend verhalten sich die Kosten. Wir haben allein durch die permanente Nutzung der Pumpspeicherwerke im besten Fall mit einer Verdopplung, im schlechtesten Fall mit einer Verzehnfachung des Strompreises zu rechnen.

    Wenn also jemand bekräftigt, er wäre für die Verminderung von Kohlendioxid-Emissionen oder die Verminderung von Erderwärmung, dann sollte derjenige ganz schnell ein Verbot einer fossilen Speisung von E-Fahrzeugen durchsetzen.

    Hier wird das ganze Problem deutlich: Da man an der Stromtank-Steckdose nicht unterscheiden kann, ob der Strom aus fossiler Verbrennung stammt, oder aus erneuerbaren Energien, haben wir es beim Elektroantrieb wahrscheinlich mit der größten Mogelpackung der Energiewende zu tun. Von den Umweltauswirkungen bei der Herstellung von Akkumulatoren, Kupfer und Plasten abgesehen, erzeugt der E-Antrieb mindestens genausoviel, eher noch mehr Kohlendioxid als ein moderner Verbrennungsmotor. Auch entsteht im Gesamtprozess viel mehr Wärme! Der E-Antrieb wäre also der derzeit stärkste Klimakiller, um mit dem Jargong von Umweltaktivisten zu sprechen.

    Anhang 5
    Eintrag von Kohlendioxid in die Hochatmosphäre

    Kohlendioxid ist schwerer als Luft. Der Kohlendioxid-Eintrag von Kraftwerken, Verkehr und Heizung ist bodennah. Falls der Wind nicht zu stark ist, wird er auch bodennah sofort wieder abgebaut. Eine Wirkung auf die Albedo ist eher als gering anzunehmen. Mit dem Flugverkehr sieht es anders aus. Flugzeuge fliegen in einer Höhe von rund 10 Kilometern. Sie beeinflussen mit ihren Abgasen direkt die Hochatmosphäre.

    Die Datenbank der IEA [44] zeigt eine Weltemission der Erde von 32,32 Gt (Gigatonnen) Kohlendioxid für 2016. Der Flugverkehr erbringt 2,69% der weltweiten Gesamtmenge von fossilem Kohlendioxid, also 2,69% * 32,32 Gt = 0,869 Gt.

    Kerosin ist Dieselöl ähnlich. Nach Anh.3 entstehen pro Tonne rund 3,14 t Kohlendioxid und 1,28 t Wasser, in Summe entstehen pro kg Kerosin rund 4,4 t sog. "Klimakiller"-Gase (Wasser und Kohlendioxid). Damit können wir den Kerosinverbrauch berechnen: 0,869 Gt / 3,14 = 0,277 Gt Kerosin. Das sind 277e6 Tonnen oder 277e9 Liter (277 Gl) Kerosin, die verbraucht wurden.
    CO2 = 869 Mt (Mio. Tonnen) und
    H2O = 355 Mt (= 277 Mt * 1,28).

    Zusammen werden durch die Luftfahrt rund (869 + 355) Mt = 1,22 Gt Klimakillergase in 10 km Höhe freigesetzt.

    Da im Internet viele falsche Zahlen kursieren, rechnen wir die ICAO-Zahlen der Passagierkilometer nach. ICAO gibt für 2016 rund 5,3e12 km an, siehe Abb.5 [30]. Damit können wir den durchschnittlichen Treibstoffverbrauch der Luftflotte berechnen. Wir sollten auf einen Verbrauch etwa zwischen 4 und 5 Liter pro 100 km und Passagier kommen: 277e9 Liter / 5,3e12 km = 0,0523 Liter/km = 5,23 Liter / 100 km. Mit diesem Durchschnittsverbrauch von 5,23 Liter auf 100 Passagierkilometer können wir die IEA- und ICAO-Angaben als zusammenpassend betrachten.

      Verifikation einer Medienmeldung:
      Durch die Medien ging 2019, daß 2018 permanent rund 1 Million Menschen permanent in Flugzeugen flogen. Deren Kerosinverbrauch beträgt bei angenommenen 5 Litern pro 100 Kilometer bei einer durchschnittlichen Fluggeschwindigkeit von 800 km/h:
      - Verbrauch pro Person und Stunde: 5 Liter mal 800 km / 100 km = 40 Liter/h
      - Verbrauch pro Person und Tag: 40 Liter mal 24 Stunden = 960 Liter/d ~ 1 m³/d
      - Verbrauch von einer Million Passagieren pro Tag: 1 Mio. * 1 m³/d = 1 Mio m³/d
      - Verbrauch der gesamten Luftflotte der Erde pro Jahr: 1 Mio. m³/d * 365 = 365 Mio. m³/a = 365 Mm³ * 0,8 t/m³ = 292 Mt (Megatonnen) Kerosin pro Jahr.
      Das Ergebnis ist erstaunlich nahe am oben berechneten, exakten Wert von 277 Mt. Kerosin.

    Im Verhältnis zum Kohlendioxid der Erdatmosphäre nach Anh.3 zeigt sich, wie der Flugverkehr die Erdatmosphere mit Kohlendioxid "füllt". Dazu dividieren wir die Flugflottenemission durch das gesamte, in der Atmosphäre anzutreffende Kohlendioxid: (869 Mt / 4,1 Gt) = 0,212 = 21,2%. Anders ausgedrückt: Allein Flugzeuge sättigen die Atmosphäre in weniger als fünf Jahren vollständig mit Kohlendioxid!

    Je geringer die Konzentration von Kohlendioxid und Wasser, desto länger ist deren Verweildauer in der Atmosphäre. Da nicht klar ist, wie lange Wasserdampf und Kohlendioxid zehn Kilometer zurück zur Erdoberfläche brauchen, um dort abgebaut werden zu können, muß eine Klimawirkung des Flugverkehrs angenommen werden. Die Keeling-Kurve in Vergleich zur Entwicklung des Flugverkehrs (Abb.5) deutet darauf hin.

    Anhang 6
    Dicke der menschengemachten Kohlendioxidhülle der Erde

    Um eine bildliche Vorstellung zu bekommen, wieviel CO2 die Menschheit jährlich erzeugt, wollen wir noch die Dicke der menschengemachten CO2-Schicht nachrechnen, die sich jährlich um die Erde legt.

    Oberfläche der Erde
    Beträgt der Erddurchmesser d etwa 12730 km, dann besitzt die Erde als angenäherte Kugel etwa eine Oberfläche A von:

    A = π d² = π * (12730 km)² = 509e12 m² = 509 Millionen km²

    Dicke einer fiktiven, menschengemachten Rußschicht

    Ruß (Graphit) hat eine Dichte ρ von 2,26 g/cm³ = 2,6 T/m³. Nach Anhang 3 holt der Mensch jährlich etwa 5,43 Mrd. Tonnen reinen Kohlenstoff aus der Erde. Das zu dieser Masse m gehörige Kohlenstoff- (Graphit-) Volumen V ist mit ρ = m / V:

    V = m / ρ = (5,43e9 T) / (2,26 g/cm³)
    V = (5,43e15 g) / (2,26 g/cm³)
    V = 2,4e15 cm³ = 2,4e9 m³.

    Die Belaghöhe h auf der Erdoberfläche erhalten wir, indem das Volumen V durch die Fläche A der Erde geteilt wird:

    h = V / A
    h = (2,4e9 m³) / (509e12 m²)
    h = 4,72 µm

    In Worten: Die Menschheit erzeugt und verbrennt pro Jahr eine Kohlenstoffmenge, die die Erde mit einer 4,7 Mikrometer dicken Kohlenstoffschicht bedecken würde. Diese Schichtdicke entspricht einem Zehntel der Dicke eines menschlichen Haares.

    Im Vergleich zu kilometertiefen Ozeanen ist diese hauchzarte Schicht wohl eher vernachlässigbar.

    Adäquate Dicke der Kohlendioxidhülle

    Rechnen wir nach Anhang 3 mit etwa 20 Mrd. Tonnen menschengemachtem Kohlendioxid pro Jahr, und entspricht ein Mol Kohlendioxid rund 22,4 Litern (l), dann besitzt ein Gramm CO2 ein Volumen von rund 0,5 Litern:

    44 g CO2 ~ 22,4 l (ergibt sich aus der Molmasse)
    1g CO2 ~ 22,4/44 l = 0,509 l

    Auf Höhe des Meeresspiegels nehmen 20 Mrd. Tonnen CO2 (20e15 Gramm) ein Volumen V ein von etwa:

    V / 22,4 l = 20e15 g / 44 g
    V = 10,2e15 l = 10200 km³

    Verteilen wir dieses Volumen auf die Erdoberfläche A, dann ergibt dies jährlich eine Höhe h von:

    V = A * h
    h = V / A = 10200 km³ / 509e6 km² = 0,02 m = 2 cm

    Im Verhältnis zu einer Höhe der dichten Atmosphäre von rund 10 Kilometern entsprechen diese zwei Zentimeter (2 cm / 10 km) = 1 / 500000) ganz grob einem Fünfhunderttausendstel der Dicke der Erdatmosphäre.

    Anhang 7
    Variation des Energieeintrags der Sonne

    Die Erde bietet der Sonne eine Oberfläche A als Scheibe an mit A = π d², wenn d den mittleren Erddurchmesser darstellt. Mit d = 12742 km (Wikipedia) folgt die der Sonne dargebotene Fläche A mit
    A = π d² = 510 Mio. km²

    Wärmeeinstrahlung der Sonne

    Reflektieren Wolken im Mittel geschätzt etwa 30% direkt ins All zurück, und rechnen wir mit einer Solarkonstante K von 1367 W/m² (Leistung pro m²), so nimmt die Erde permanent die Leistung Pe in Form von Wärme auf:
    Pe = K * 70% * A = 1376 W/m² * 0,7 * 510e6 km²
    Pe = 488e15 W
    Pe = 488 PW (Petawatt)

    5%-Variation der Wärmeeinstrahlung der Sonne

    Die 5%-Variation Pv der Sonneneinstrahlung beträgt
    Pv = Pe * 5% = 488 PW * 0,05 = 24,4 PW (Petawatt)

    Wärmeeinstrahlung der Sonne zu menschengemachter Wärme

    Dividieren wir die Wärmeleistungsaufnahme der Erde Pe durch die mittlere vom Menschen erzeugte/verbrauchte Leistung Pm nach Anh.1, so erhalten wir ein Verhältnis j beider Größen von
    j = Pe / Pm
    j = 488 PW / 16,5 TW = 29575.

    In Worten: Die Sonne strahlt etwa dreißigtausend mal soviel Wärmeleistung zur Erde herein, wie die Menschheit im Mittel erzeugt.

    Wenn die Variation der Sonnenstrahlung, wie von Astronomen angenommen, etwa 5 Prozent beträgt, dann entspricht diese Variation 5 Prozent dieser Leistung, also dem
    (5% * j) = 0,05 * 29575 = 1479-fachen des Weltenergieverbrauchs der Menschheit.

    Mit anderen Worten:

    Sollte die Sonnenstrahlung um 5 Prozent variieren, dann variiert sie mit der rund 1500-fachen Wirkung des Weltenergieverbrauchs der Menschheit.

    Anhang 8
    Energieeintrag aller Wüsten und Halbwüsten zusammen

    Rechnet man die trocken-warmen Wüsten und Halbwüsten der Erde zusammen, dann kommen wir auf eine Fläche um die 30 Mio. km². Das ist etwas mehr als die dreifache Fläche der Sahara. Entsprechend dürfte der Wärmeeintrag auch etwa der dreifache sein. Aus Anhang 1 wissen wir, daß die Sahara eine Energie Es von etwa 21000 Petawattstunden pro Jahr einbringt. Die Sahara bringt dabei eine gemittelte Wärmeleistung ein von
    Ps = Es / t = 21e18 Wh/a / (365*24 h) = 2,4e15 W = 2,4 Petawatt, siehe oben.

    Alle Wüstengebiete zusammen bringen etwa dreimal soviel ein, sie erzeugen eine Leistung von rund
    Pw = 3 * Ps = 7,2 Petawatt.

    Im Verhältnis zum Weltenergieverbrauch (ausgedrückt als Leistung) Pm von 16,5 TW liefern die Wüstengebiete Pw mit rund 7,2 Petawatt etwa
    7,2 PW / 16,5 TW = 436 mal mehr Wärmeleistung.

    Begrünte Wüsten

    Die 5%-Variation der Sonnenstrahlung Pv bringt in Relation zur Absorption von Wüsten und Halbwüsten zusammen (Pw) einen Faktor i
    i = Pv / Pw = 17,6 PW / 7,2 PW = 2,44 = 244%

    In Worten: Die von Astronomen gefürchtete 5% Variation der Sonneneinstrahlung ist nur rund zweieinhalb mal stärker, als die zusätzliche Einstrahlung, die durch alle Wüsten und Halbwüsten der Erde zusammen absorbiert wird.

    Könnten wir alle Wüsten und Halbwüsten begrünen, würden wir damit eine Erhöhung der Sonneneinstrahlung von 2 Prozent kompensieren:
    NR: x = 0,05 * 7,2 PW / 17,6 PW = 2%.

    Anhang 9
    Rechnung zur blockierten Rückstrahlung

    Astrologisch betrachtet, ergibt sich die Erdtemparatur aus der Erwärmung durch die Sonne sowie aus der permanenten Rückstrahlung der Erde in das mit 3 Kelvin sehr kalte Weltall rundherum. Zwischen Einstrahlung und Rückstrahlung entsteht ein Gleichgewicht. Um Erderwärmung zu analysieren, sind beide Seiten zu betrachten. An der Berechnung der Rückstrahlung allerdings scheiden sich die Geister.

    Der folgende Rechenweg verdeutlicht, wie groß der Kohlendioxid-Einfluß auf Erderwärmung sein kann, wenn man nicht exakt verifizierbares Datenmaterial nutzt, hier die Rückstrahlung Pru:

    Klaren Himmel auf 70% der Erd-Wirkfläche vorausgesetzt: Wenn die Rückstrahlung Pru zwischen 1 und 5 Prozent der solaren Einstrahlung Pe sein soll (hier gerechnet mit 3%), und diese durch Wasser oder Kohlendioxid ermöglicht oder blockiert wird, dann reden wir über welche Energiemenge oder durchschnittliche Leistung?
    Pru = Pe * 70% * 3% = 488 PW * 0,021 = 10,25 PW

    In Relation zu menschengemachter Wärmeleistung Pm gibt der (klare) Himmel eine Leistung Pru zurück, das ist ein Faktor k von:
    k = Pru / Pm = 10,25 PW / 16,5 TW = 621

    Nachrechnung der Kohlendioxid-Absorption von 9 bis 13 µm
    Die Energieabstrahlung eines schwarzen Körpers nimmt nach dem Stefan/Boltzmann Gesetz mit der Temperatur zur vierten Potenz ab.

    Anhang 10
    Akkukapazität contra Tankvolumen

    Gibt es eine Möglichkeit, den Tankinhalt eines Dieselfahrzeugs mit der Akkukapazität eines Elektrofahrzeugs zu vergleichen?

    Diesel hat einen Brennwert von rund 12,6 kWh/kg oder 10,4 kWh/L (kWh/L: Kilowattstunden pro Liter) [21]. Ältere PKW-Dieselmotoren besitzen einen Wirkungsgrad von 36%, moderne Turbo-Einspritzermodelle kommen auf einen Wirkungsgrad bis zu 43% [22]. Pro Liter Diesel geben sie folglich eine mechanische Energiemenge von 10,4 kWh/L * (36%...43%) = 3,75...4,47 kWh/L (Kilowattstunden pro Liter) ab. Für folgende Rechnungen nehmen wir einen Mittelwert von rund 4 kWh/L an.

    Vom geladenen Akku zum Antrieb könnten E-Autos einen Wirkungsgrad um 80% erreichen. Von 100 kWh im Akku bleiben dann etwa 80 kWh übrig, die auf die Straße gebracht werden können. Der Rest wird in Akku, Fahrregler und E-Motor in Wärme umgewandelt. Um auch diesen Wirkungsgrad zu berücksichtigen, haben wir die 4 kWh/L durch den Wirkungsgrad des E-Autos zu dividieren: 4 kWh/L / 80% = 5 kWh/L.

    Diese 5 Kilowattstunden pro Liter Diesel bieten nun die Möglichkeit, die Batteriekapazität eines Elektroautos in dem Tankinhalt eines Dieselautos umzurechnen. Wir brauchen die Akkukapazität in kWh lediglich durch 5 zu dividieren, um das Dieseläquivalent in Litern zu erhalten.

    In Worten: Das Dieseläquivalent D in Litern ergibt sich aus der Batteriekapazität E des E-Autos in Kilowattstunden dividiert durch eine Konstante HD:

      D = E / HD
      {L} = {kWh} / {kWh/L}

    Der Wert dieses ominösen Umrechnungsfaktors (H für Heinz) liegt, wie wir sahen, typisch bei etwa

      HD = 5 kWh/L (Kilowattstunden pro Liter Dieselkraftstoff)

    Die Batteriekapazität läßt sich auch auf Benzin umrechnen. Benzin hat mit 9,7 kWh/L einen geringeren Brennwert als Diesel. Das Brennwertverhältnis von Benzin zu Diesel beträgt 9,7 / 10,4 = 93,3%. Um die Heinz-Konstante für Benzin HB zu erhalten, multiplizieren wir die des Diesels mit 93,3%:

      HB = 4,66 kWh/L (Kilowattstunden pro Liter Benzin)

    (Hierbei nehmen wir implizit grob an, daß der Wirkungsgrad unseres Benziners bei 40% liegt.)

    Betrachten wir die Batteriekapazität von modernsten Elektro-PKW nach [24], so können wir diese jetzt direkt in Litern Tankinhalt Diesel oder Benzin ausdrücken, siehe Tab.1. Die Tabelle möge nur beispielhaft gelten, sie wiederspiegelt lediglich das Spektrum angebotener Akku-Kapazitäten am Jahresende 2018.

    Tab.1: Elektrofahrzeuge
    Modelltyp
    Akkukapazität
    E in kWh
    Dieseläquivalent
    D in Litern
    Smart EQ
    Hyundai Ionic
    Renault ZOE40
    Opel Ampera
    Tesla S100
    17,6
    28
    40
    60
    100
    3,52
    5,6
    8
    12
    20

    Die Tabelle zeigt: Hat mein PKW eine Tankreserve von fünf Litern, so entspricht diese energetisch dem prallvollen Akku eines Hyundai Ionic. Mit dem neuen E-Fahrzeug ist also der Seidenfuß auf dem Gaspedal überlebensnotwendig. Man könnte auch sagen: Elektrisch fahren wir im Bereich der Tankreserve eines Otto-Motors.

    Würden Sie mit 20 Litern Tankinhalt von Berlin zum Skifahren in die Dolomiten aufbrechen? Noch dazu mit dem Wissen bewaffnet, daß die Supercharger-Ladestellen auf der Autobahn gerade defekt oder besetzt sind und daß das Nachladen an der hauseigenen Steckdose des Hotels (nach Tesla maximal mit 11 kW) fast 10 Stunden dauert, um diese 20 Liter (100 kWh) nachzuladen? Der Tesla-Akku, der diese 20 Liter Dieseläquivalent aufnimmt, wiegt übrigens stolze 600 Kilogramm - ein Hinweis darauf, welch gigantische Umweltschäden der Erde bei massenhafter Elektromobilität winken. Gleichzeitig mag dies auch ein Hinweis darauf sein, wieviel fossile Energie bei der Herstellung dieses Akkus vorab verbraucht wurde.

    Wir sehen, mit äquivalenten Diesel-Tank-Volumina von 3 bis 20 Litern sind E-Autos für die Stadt hervorragend, aber für Fernfahrten eher ungeeignet. Wenn wir uns also ein neues Fahrzeug anschaffen wollen, sollten wir genau bedenken, welche Fahrstrecken zu bewältigen sind.

    Ebenfalls zu beachten ist, daß nachts die Sonne nicht scheint. Wenn wir also nachts laden, kommt der Strom bei Windstille vielleicht aus dem Kohlenkraftwerk. Und dann produzieren wir pro verbrauchter Antriebsleistung doppelt soviel Kohlendioxid wie ein Diesel, siehe Anhang 4.

    Wir sehen also, daß eine flächendeckende E-Mobilität auf der Straße mit Akku-betriebenen Fahrzeugen unabhängig von politischen Beschlüssen eine nicht ungefährliche Illusion ist, die keiner genaueren Analyse standhält.

    PS: Der Berlin-Brandenburgische Innovationspreis 2018 wurde an einen batteriebetriebenen Zug (keine Modelleisenbahn) mit einer Kapazität der Batterie von - Zitat: "18.000 Smartphone-Akkus" verliehen. Bei durchschnittlich 3,7 Volt und 2,8 Ah sind das rund 10 Wattstunden pro Akku (3,7 V mal 2,8 Ah ~ 10 Wh). Zehn Wattstunden mal 18.000 Akkus macht 180 kWh (Kilowattstunden), mit der H-Konstante in Diesel umgerechnet (Division durch 5 kWh/L) entspricht dies einem Tankinhalt von 36 Litern Diesel. Dieser Akku wiegt dann mindestens rund (als Referenz nehmen wir den Tesla-Akku): 180 kWh /100 kWh = x / 600 kg --> x = 1080 kg. Würden Sie als Eisenbahner eine Diesellok mit 36 Litern Diesel im Tank auf die Strecke lassen? Eher nicht? Die Präsidentin der Jury ist übrigens Soziologin.

    Wie sagte schon Einstein:

      "Für jedes noch so komplexe Problem
      gibt es eine ganz einfache Lösung,
      doch die ist meistens falsch."




    Quellen

    [0] United Nations IPCC Geneva: Climatic change 2007 synthesis report.

    [1] Nelson, T.J.: Cold Facts on Global Warming (2003). https://www.randombio.com/co2.html. Modified data from: Howare, J.N., Burch, D.L., Williams, D (1955). Near-infrared transmission through synthetic atmospheres. Geophys. Res. Papers No. 40, Geophys, Res. Dir., Air Force Cambridge Research Center, p.93

    [2] http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenaktivität

    [3] http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlekraftwerk#Radioaktive_Emissionen

    [4] bp-statistical-review-of-world-energy-2017-full-report.pdf, S.9

    [5] https://de.wikipedia.org/wiki/Wald#Wald_als_weltweiter_Klimaregulator_und_Kohlenstoffsenker

    [6] https://de.wikipedia.org/wiki/Erdöl#Radioaktiver_Abfall

    [7] https://de.wikipedia.org/wiki/Heizöl

    [8] https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid

    [9] https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoff

    [10] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Desertifikation

    [11] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsexplosion

    [12] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Strommix

    [13] EU-Verordnung zur Verminderung der CO2 - Emissionen von Personenkraftwagen

    [14] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wüste

    [15] Nir Shaviv's blog: My experience at the German Bundestag's Environment Committee in a pre-COP24 discussion. Rede auf Youtube zu finden unter Wissenschaftler entlarvt Klimaschwindel in Bundestag

    [16] David Archibald: Saltbush Solar Activity Watch, Dec. 2018

    [17] https://de.wikipedia.org/wiki/Albedo

    [18] Sachverständigenrat für Umweltfragen (2010): 100% erneuerbare Stromversorgung bis 2050: klimaverträglich, sicher, bezahlbar (Memento vom 24. Oktober 2011 im Internet Archive) (Unseriöse Studie mit nicht verifizierten Positiv-Erwartungen a la "Kostenentwicklung" etc.)

    [19] Wikipedia: Liste von Pumpspeicherkraftwerken

    [20] Reiser, O.: Der Treibhauseffekt aus chemischer Sicht [Teil 2]. Webseite 2019

    [21] https://de.wikipedia.org/wiki/Dieselkraftstoff

    [22] https://de.wikipedia.org/wiki/Dieselmotor#Wirkungsgrad

    [23] https://de.wikipedia.org/wiki/Elektroauto

    [24] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Elektroautos_in_Serienproduktion

    [25] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gigafactory

    [26] https://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende

    [27] Wu, H.W. & Emadi, A & Graaf, G & Leijtens, Johan & Wolffenbuttel, R.F.. (2011). Design and Fabrication of an Albedo Insensitive Analog Sun Sensor. Procedia Engineering. 25. 527-530. 10.1016/j.proeng.2011.12.131. Image license: CC BY-NC-ND 3.0

    [28] Kipp, Rudolf: Beispiellose Erwärmung oder beispiellose Datenmanipulation? http://www.science-skeptical.de/blog/beispiellose-erwarmung-oder-beispiellose-datenmanipulation/001195/ vom 20.11.2009

    [29] https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_David_Keeling, Atmospheric CO2 Data - Primary Mauna Loa CO2 Record, source: R. F. Keeling, S. J. Walker, S. C. Piper and A. F. Bollenbacher "Scripps CO2 Program" http://scrippsco2.ucsd.edu/assets/data/atmospheric/stations/in_situ_co2/monthly/monthly_in_situ_co2_mlo.csv, Bild: Auszug aus https://de.wikipedia.org/wiki/Keeling-Kurve

    [30] ICAO: The world Aviation - 1950 to 2012. Revenue Passenger Kilometers: https://www.icao.int/sustainability/Pages/Facts-Figures_WorldEconomyData.aspx vom 20.5.2019

    [31] https://de.wikipedia.org/wiki/Energieverbrauch nach Zahlen des Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi): Zahlen und Fakten Energiedaten, Stand: 23.09.2018

    [32] Nahle, Nasif S. Repeatability of Professor Robert W. Wood’s 1909 experiment on the Theory of the Greenhouse, July 5, 2011. Biology Cabinet Online-Academic Resources and Principia Scientific International. Monterrey, N. L. http://www.biocab.org/Experiment_on_Greenhouses__Effect.pdf

    [33] https://de.wikipedia.org/wiki/Energieverbrauch#Weltweiter_Energieverbrauch

    [34] Heinz Hug: Die Klimakatastrophe - ein spektroskopischer Artefakt? Zu finden bei G. Dobrowolski in http://ch-kurse.de/Heft_Klima_7430.pdf

    [35] Bevölkerungsexplosion Datenquelle https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bev%C3%B6lkerungsexplosion https://web.archive.org/web/20110623122056/http://www.census.gov/ipc/www/worldhis.html

    [36] Sinn, H.W.: Buffering Volatility: A Study on the Limits of Germany’s Energy Revolution. CESIFO WORKING PAPER NO. 5950. ISSN 2364-1428

    [37] https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/energiedaten-gesamtausgabe.html (nur DE)

    [38] https://en.wikipedia.org/wiki/World_energy_consumption

    [39] https://de.wikipedia.org/wiki/Ozean

    [40] https://en.wikipedia.org/wiki/Tonne_of_oil_equivalent

    [41] https://de.wikipedia.org/wiki/Grönland#Besiedlung

    [42] http://www.alpenverein.com/portal_wAssets/z_alt/portal/Home/Downloads/Bergauf_2_08/Gletscherschwund.pdf

    [43] https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Eiszeit

    [44] https://www.iea.org/statistics/?country=WORLD&year=2016&category=Emissions&indicator=TotCO2

    [45] https://de.wikipedia.org/wiki/Weltenergiebedarf

    [46] Dohe, S.: Measurements of atmospheric CO2 columns using ground-based FTIR spectra. Dissertation, Karlruher Institut für Technologie (KIT), 2013

    [47] Wennberg, P. O., Wunch, D., Roehl, C. M., Blavier, J.-F., Toon, G. C., & Allen, N. T. (2017). TCCON data from Lamont (US), Release GGG2014.R1 [Data set]. CaltechDATA. https://doi.org/10.14291/tccon.ggg2014.lamont01.r1/1255070


      "The trouble with the world is,
      that the stupid are sure
      and the intelligent are full of doubt."

      Bertrand Russell